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Aktuelle Meldung vom 03.12.19

Deutsches Mozartfest Augsburg

Im Beethovenjahr 2020 unter dem Motto MZRT & BTHVN – Vollendung und Aufbruch

Mit 22 Veranstaltungen für alle Altersgruppen beleuchtet die Deutsche Mozartstadt vom 8. Mai bis zum 14. Juni 2020 und beim Neujahrskonzert am 11. Januar das Spannungsfeld zwischen Mozart und Beethoven. Zu Gast sind internationale Stars wie Lars Vogt, der britische Tenor Ian Bostridge, das Brooklyn Rider Quartett aus New York und die aufstrebende Klaviervirtuosin Sophie Pacini. Das Herzstück bildet – neben der bestens etablierten Freistil-Reihe von und mit Maximilian Hornung und Sarah Christian – ein Beethovenzyklus mit drei Sinfoniekonzerten der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Orchestra in Residence der Leopold-Mozart-Stadt. Der Kartenvorverkauf startet ab sofort.

Mozart und Beethoven – zwei Giganten der Musik. Beide wurden im Abstand von nur wenigen Jahren geboren und werden gerne mit dem Label „Wiener Klassiker“ versehen. Und dennoch liegen musikalische Welten zwischen ihnen. Mozart brach alte Formen auf, blieb aber durch seinen frühen Tod unvollendet. Beethoven berief sich zeitlebens auf Mozart, trat aber aus dessen Schatten und schuf eine neue Musik für die revolutionierte Gesellschaft.

Für Simon Pickel, den Künstlerischen Leiter des Deutschen Mozartfests, ist es die zentrale Aufgabe der Leopold-Mozart-Stadt, nicht allein hochwertige Konzerte aneinanderzureihen, sondern Kontext zu schaffen: „In der Musik gilt häufig Beethoven als unerreichbares Vorbild und nicht Mozart, sei es bei den Sinfonien oder den Streichquartetten. Hier hat Beethoven die Maßstäbe gesetzt. Mozart durfte die durch die Französische Revolution veränderte Gesellschaft nicht mehr miterleben. Wir wissen nicht, was Mozart dann noch komponiert hätte. Beethoven konnte Mozarts Werk nicht nur fortsetzen, sondern er wagte es, die von Mozart bereits aufgebrochenen Formen endgültig zu sprengen. BTHVN – wie er häufig seine Werke unterschrieb – schuf eine von der ästhetischen Correctness der höfischen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts befreite, neue Musik.“

Das Augsburger Mozartfest lädt im Beethovenjahr dazu ein, Verbindungen und Trennlinien zwischen Mozart und Beethoven zu erforschen, Querverweise finden sich in jedem der Festival-Konzerte: Im Beethovenzyklus stellt die Akademie für Alte Musik Berlin den berühmten Sinfonien Nr. 3, 5 und 6 Werke von Zeitgenossen zur Seite, die Beethoven als Vorbild dienten und gleichermaßen zu Mozart Verbindungen hatten. Lars Vogt spielt einen Sonatenabend mit Endpunkten in Beethovens und Mozarts Klavierwerken. Ian Bostridge singt Gassenhauer von Beethoven und dessen Lehrer Haydn, der BR Chor kommt mit Mozarts Requiem samt Ergänzung durch einen Beethoven-Schüler. Das entdeckerfreudige Brooklyn Rider Quartett bringt „Healing Modes“ von Beethoven sowie Pulitzer-Preisträgerinnen von heute mit und die Techno-, Klassik,- und Jazz-Experten Brandt Brauer Frick finden die zeitlose Kraft von Beethovens Musik ganz selbstverständlich auch in tanzbaren Grooves.

Aufbruch? Break up! So liest das Mozartfest für Kinder „Kling Klang Gloria!“ das Festival-Motto für 2020. In fünf Konzerten von Profi-Ensembles wie der Munich Brass Connection zeigt Musik ihre verbindende und heilende Kraft. Zwei Vermittlungsprojekte nehmen sich neben Beethoven auch Carl Orff zur Brust, dessen 125. Geburtstag ansteht.

Karten ab 2.12.2019 unter www.mozartstadt.de und www.reservix.de

Reservix Ticket Hotline: +49 (0)1806 | 700 733

Anmeldung und Infos zu „Kling Klang Gloria!“ ab 6.12. auf www.mehrmusik-augsburg.de

 

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