Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

Besprechungen der letzten 30 Tage

A Journey for Two

Xenakis • Kodály • Honegger • Skalkottas

Avi-music 8553017

1 CD • 66min • 2019

22.09.202010 10 10

Schon im Barock bildeten Werke für zwei Streicher allein eher die Ausnahme, und man komponierte lieber Triosonaten mit zusätzlichem basso continuo, selbst wenn diesem praktisch nur reine Begleitung zukam. Und auch im 19. Jahrhundert hatte Literatur etwa für zwei Violinen oder Violine plus Cello häufig lediglich pädagogischen Charakter. Erst ab 1900 findet sich mehr konzerttaugliche Literatur für diese Besetzungen.

»zur Besprechung«

Georg Philipp Telemann

Concerti da Camera Vol. 2

cpo 555 321-2

1 CD • 56min • 2017

21.09.20208 7 8

Wenn ein Komponist die Klangfarben des barocken Instrumentariums zu nutzen wusste und darauf achtete, anspruchsvolle und dabei dankbare, gut liegende Partien zu schaffen war es Georg Philipp Telemann, der sich bereits als Jugendlicher Kenntnisse auf vielerlei Instrumenten angeeignet hatte.

»zur Besprechung«

Outi Tarkiainen

The Earth, Spring's Daughter | Salvo

Ondine ODE 1353-2

1 CD • 71min • 2018, 2019

18.09.202010 10 10

Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur ist das Hauptthema in den Schöpfungen der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen (Jg. 1985), die in der Musik eine Naturgewalt sieht, der eine verändernde Kraft innewohnt. Die beiden auf dieser CD präsentierten Kompositionen basieren auf der Kultur der Sámi und sind indirekt auch ein politisches Plädoyer

»zur Besprechung«

Theodor Leschetitzky

Morceaux pour Piano

BIS 2518

1 CD/SACD stereo • 59min • 2019

17.09.20207 8 8

Großes Lob fährt das Booklet auf: Theodor Leschetitzky (1830-1915) sei „ein Gigant der Klavierspielgeschichte“, sei neben Liszt zum „berühmtesten und bedeutendsten Klavierpädagogen“ geworden, „der einflussreich und prägend für ganze Pianistengenerationen wurde“, und Burkard Muth, der Vorsitzende der Deutschen Leschetitzky-Gesellschaft und Initiator dieser CD, fragt in einer seiner Publikationen, ob Leschetitzky „der bedeutendste Klavierlehrer, den die Welt je gesehen hat“, sei.

»zur Besprechung«

Schubert

Klaviersonaten D 959 • D 960

Ars Produktion ARS 38 307

2 CD/SACD stereo/surround • 84min • 2020

16.09.20209 10 10

Eine dunkle Felswand, davor der in einen schwarzen Mantel gehüllte Pianist und Professor an der Züricher Musikhochschule Hans-Jürg Strub im Schnee. Was ließe sich nicht alles in dieses bedeutungsschwangere CD-Cover hineininterpretieren – vom Wandern, der Winterreise über Todessehnsucht bis hin zu Schuberts möglicher Ahnung seines baldigen Todes, die er in seine letzten beiden, im September 1828 entstandenen Klaviersonaten A-Dur D 959 und B-Dur D 960 einkomponiert haben könnte.

»zur Besprechung«

Hindemith

Kammermusik IV - V - VI - VII
Christoph Eschenbach

Ondine ODE 1357-2

1 CD • 73min • 2019

15.09.202010 10 10

Mit dieser zweiten CD vollendet Christoph Eschenbach seine Einspielung von Paul Hindemiths sieben Kammermusiken mit ganz außerordentlichen Nachwuchsmusikern. Es spielen wieder Streicher der Kronberg Academy, aus deren Reihen sich auch die drei Solisten – alle zwischen 22 und 24 Jahren jung – rekrutieren, sowie Bläser des Schleswig-Holstein Festival Orchestras.

»zur Besprechung«

Johann Gottlieb Graun

Torna vincitor
Cantatas & Viola da Gamba Concerto

cpo 555 284-2

1 CD • 78min • 2019

14.09.20209 9 9

Welch große Faszination muss wohl von der Hofkapelle Friedrichs des Großen ausgegangen sein! Johann Joachim Quantz am Traverso, C. Ph. E. Bach am Hammerflügel und die Gebrüder Benda angeführt von Carl Heinrich Graun als Hofkapellmeister und dessen weniger bekanntem älterem Bruder Johann Gottlieb als Konzertmeister, dem die vorliegende Einspielung mit drei Werken Referenz erweist.

»zur Besprechung«

Haydn

Eight Early Sonatas

Ondine ODE 1360-2D

2 CD • 2h 16min • 2019

13.09.202010 10 10

Joseph Haydn gehört zu den besonders innovativen Komponisten seiner Zeit: Nicht nur die Sinfonie, auch vielfältige Formen der Kammermusik hat er für die kommenden Generationen geprägt – neben der Gattung des Streichquartetts, auf die er nahezu ein Urheberrecht beanspruchen könnte, tragen auch seine Klaviersonaten Vorbildcharakter. Dabei dauerte es einige Zeit, bis er sich entschloss, seine erste Sammlung solcher Sonaten zu veröffentlichen

»zur Besprechung«

Franz Pillinger Bass Quartett

European Music of the Renaissance • European Music of the Romantic

Crossover Classics CC014/CC015

2 CD • 2h 11min • 1993, 1994

12.09.202010 10 10

Ein Kontrabass ist nicht einfach nur ein „tiefes“ Instrument. Wer das mächtigste aller Streichinstrumente auf diese Rolle reduziert, verkennt, was zwischen dem Grundton der tiefsten Saite und den allerhöchsten Lagen oder gar im Flagolett alles geht. Man muss sich nur trauen, alle Möglichkeiten mit Leidenschaft auszureizen.

»zur Besprechung«

Encounter

Igor Levit

Sony Classical 19439786572

2 CD • 1h 48min • 2020

11.09.202010 10 10

Spätestens durch seine 52 im Internet der Allgemeinheit geschenkten Hauskonzerte während des Corona-Lockdowns in diesem Frühjahr ist Igor Levit nun auch beim nicht von vornherein klassik-affinen Publikum zum medialen Superstar geworden. Und nach seiner maßstabsetzenden Gesamtaufnahme der Beethoven-Sonaten, die im letzten Herbst erschien, wirkte kürzlich die Darbietung des kompletten Zyklus in Salzburg nochmals gereifter.

»zur Besprechung«

Sigfrid Karg-Elert

Späte Meisterwerke für Kunstharmonium

Ambiente-Audio ACD-3049

1 CD • 75min • 2019

10.09.202010 10 10

Was hat das Harmonium nicht alles für Schmähungen erdulden müssen. Der Ruch eines billigen Orgel-Surrogats haftete diesem lange unterschätzten Instrument völlig zu Unrecht an, schließlich ist es immer wieder erstaunlich, welche Klänge und Facetten man ihm entlocken kann

»zur Besprechung«

Anzeige

Beethoven

Works for Guitar & Piano

BIS 2505

1 CD/SACD stereo/surround • 75min • 2018

09.09.20209 9 9

Beethoven in diesem Jahr zu würdigen, heißt nicht selten, mit einschlägigen Superlativen zu konkurrieren. Ein besonderes Duo, bestehend aus dem Gitarristen Franz Halász und der Pianistin Débora Halász, favorisiert hier einen eigenen Weg jenseits ausgetretener Pfade. Beethoven und Gitarre? Bei aller Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten vieler Instrumente war Beethoven auf dieses Saiteninstrument noch nicht aufmerksam geworden.

»zur Besprechung«

Samuel Barber

Piano Music

MDG 904 2177-6

1 CD/SACD stereo • 67min • 2019

08.09.202010 9 10

Samuel Barber – von dem ist doch das berühmte Adagio for Strings, zu dem häufig gegriffen wird, wenn tiefe Trauer in Musik ausgedrückt werden soll (und ein ganzes Requiem den Rahmen sprengen würde). Wahrscheinlich würde der amerikanische Komponist Samuel Barber, der 1981 starb, das Werk, mit dem ihm 1938 der Durchbruch gelangen, heute als Segen und Fluch zugleich empfinden.

»zur Besprechung«

Franz Schreker

Orchestral Works Vol. 1

cpo 777 702-2

1 CD • 68min • 2014

07.09.20208 8 9

Fällt der Name Franz Schreker, werden die meisten wohl Der ferne Klang, seine bekannteste Oper assoziieren und die wenigsten an reine Orchestermusik denken. Doch schuf der Komponist zu Beginn seiner Karriere auch Interessantes in rein instrumentaler Besetzung. Da ist zum einen die – leider unvollständig überlieferte oder „unvollendete“ – Sinfonie op. 1 in a-moll, deren Finale bisher nicht aufgefunden werden konnte.

»zur Besprechung«

Bernd Alois Zimmermann

complete works for piano

BIS 2495

1 CD • 74min • 2019

04.09.20208 10 8

In den knapp 17 Jahren von 1939 bis 1956, in welchen Bernd Alois Zimmermann seine komplette Musik für Klaviersolo komponierte (sie umspannt hier 74 Minuten), ging er den Weg von originell-sanften und skurril-morbiden Fortsetzungen von Traditionslinien zwischen der freien Tonalität des Expressionismus und älterer Musik bis zurück zu den Anfängen der Klaviermusik hin zur strikt fragmentierenden ‚Avantgarde‘ seiner Zeit

»zur Besprechung«

Chinese Dreams

Lydia Maria Bader

Ars Produktion ARS 38 566

1 CD • 63min • 2019

03.09.202010 10 10

Wer reist und dabei empfindsam-neugierig in eine „fremde“ Kultur eintaucht, wird zunächst durch das Andersartige, Exotische betört, um im nächsten Schritt beglückende Berührungspunkte und Schnittstellen zu erkennen. Wie ein solcher Prozess in Tönen klingt, führt uns die Pianistin Lydia Maria Bader vor. Vor zehn Jahren zog es sie nach China, wo sie ihr eigenes „westliches“ Repertoire auf Konzerttourneen vorstellte.

»zur Besprechung«

Antonín Dvořák • Akira Ifukube

Andrea Battistoni #1

MDG 650 2176-2

1 CD • 76min • 2017

02.09.20209 9 9

Antonín Dvořák und Akira Ifukube? Zugegeben, auf den ersten Blick mutet diese Zusammenstellung ungewöhnlich an. Dvořák kennt man – aber wer ist Akira Ifukube? Dieser japanische Komponist dürfte wohl den Wenigsten ein Begriff sein. Hier ist seine Sinfonia Tapkaara zusammen mit Dvořáks Sinfonie Aus der neuen Welt zu hören.

»zur Besprechung«

Penderecki

St Luke Passion

BIS 2287

1 CD/SACD stereo/surround • 67min • 2018

01.09.202010 10 10

Ähnlich Messiaens Turangalîla-Symphonie (1946-48) oder Ligetis 1965 entstandenem Requiem war Krzysztof Pendereckis Passio et mors Domini nostri Jesu Christi secundum Lucam von 1962-66 einer der gigantischsten Erfolge unter den großformatigen Avantgarde-Kompositionen der Nachkriegsmoderne.

»zur Besprechung«

Emilie Mayer

Symphonies 1 & 2

cpo 555 293-2

1 CD • 64min • 2019

31.08.20209 8 9

Sie bezeichnete sich selbst als Berufskomponistin. Tatsächlich versetzte erst das Erbe ihrer Eltern die im mecklenburgischen Friedland geborene Emilie Mayer (1812-1883) in die Lage, sich Zeit ihres Lebens allein ihrer Profession widmen zu können. Schon bald nach ihrem Studium bei Carl Loewe (er attestierte ihr ein „gottbegnadetes Talent“) und Adolf Bernd Marx konnte sich die Apothekerstochter als Komponistin etablieren.

»zur Besprechung«

Jubilee

MDG 903 2169-6

1 CD/SACD stereo • 61min • 2020

28.08.202010 10 10

Was soll man machen, um das zwanzigjährige Jubiläum der „Starnberger Musiktage“ gebührend zu feiern? Entweder greift man auf alte Live-Mitschnitte zurück, die für Besucher einen gewissen nostalgischen Reiz haben mögen, aber immer etwas Zufälliges, das wiederum zu Diskussionen ob der Auswahl führen mag, in sich bergen.

»zur Besprechung«

Bartók • Lestiner-Mayer • Janáček

Duo MAISS YOU

TYXart TXA19130

1 CD • 66min • 2019

27.08.20209 8 8

Es ist anspruchsvolle und nicht leicht zu hörende Kost, die das Duo MAISS YOU bei seiner zweiten Duo-Aufnahme nun eingespielt hat. Béla Bartóks zweite Violinsonate das Werk gleicher Gattung von Leoš Janáek gehören zu den Referenzwerken der klassischen Moderne. Sie sind brillant, wenngleich nichts zum „Nebenher-Hören“.

»zur Besprechung«

Leopold I.

Il Sagrifizio d'Abramo • Miserere

cpo 555 113-2

1 CD • 76min • 2016

26.08.202010 10 10

Leopold I. (1640-1705) regierte von 1658 bis zu seinem Tod fast ein halbes Jahrhundert lang als Kaiser das Heilige Römische Reich deutscher Nation; in der langen Reihe der Kaiser aus dem Hause Habsburg darf er als musikalisch begabtestes Mitglied dieses auch im übrigen hochmusikalischern Herrscherhauses gelten.

»zur Besprechung«

Emilio Pujol

Estudios

MDG 905 2131-6

1 CD/SACD stereo/surround • 69min • 2018

25.08.20209 10 9

In erster Linie geht es immer um die Würdigung einer Produktion als großes Ganzes, was bei dieser CD des Gitarristen Frank Bungarten allemal gerechtfertigt ist. Dennoch sei bei dieser Gesamtschau der Kompositionen von Emilio Pujol mal ein „Anspieltipp“ voran gestellt: Die dreizehnte der musikalisch-didaktischen Studien zieht in gerade anderthalb Minuten in ein spektakuläres, polyphonisch-chromatisches Geflecht hinein.

»zur Besprechung«

Pietro Antonio Cesti

La Dori

cpo 555 309-2

2 CD • 2h 41min • 2019

24.08.202010 10 10

Fünf Jahre lang war der aus Arezzo stammende, später am Wiener Hof tätige Komponist Pietro Antonio Cesti (1623-1669) als Musikdirektor beim Erzherzog Ferdinand Karl in Innsbruck angestellt, wo er auch drei Opern schrieb, von denen die dritte, La Dori (1657), mit nachgewiesenen 30 Produktionen und 27 Libretti-Ausgaben zu den erfolgreichsten Opern des 17. Jahrhunderts überhaupt zählte.

»zur Besprechung«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige