Ernst von Siemens Musikpreis 2020 für Tabea Zimmermann
Insgesamt vergibt Stiftung 3,6 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern
Der internationale Ernst von Siemens Musikpreis geht 2020 an die deutsche Musikerin Tabea Zimmermann. Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 11. Mai 2020 im Münchner Prinzregententheater statt. Die Laudatio wird Norbert Lammert, ehemaliger Präsident des Deutschen Bundestages, halten.
Das Kuratorium der Ernst von Siemens Musikstiftung zeichnet mit Tabea Zimmermann eine Künstlerin aus, die alle Energie darauf lenkt, zum Kern des musikalischen Wesens vorzudringen und diese Erfahrung mit dem Publikum zu teilen. Durch ihr tiefes musikalisches Verständnis und ihre bedingungslose Liebe zur Musik, die sie mit unermüdlichem Enthusiasmus vermittelt, gestaltet Tabea Zimmermann mit ihrer Bratsche seit vielen Jahren die musikalische Gegenwart auf eindrücklichste Art und Weise. Mit der Auszeichnung wird ihr unbestechliches Musizieren, ihre authentische, persönliche Haltung und künstlerische Integrität genauso gewürdigt, wie ihr kompromissloser Qualitätsanspruch, die ganz neue Strahlkraft, die sie ihrem Instrument Bratsche verliehen hat, ihr selbstverständlicher Einsatz für die zeitgenössische Musik und nicht zuletzt ihre großartigen Leistungen in der Lehre.
Interesse für Neue Musik
Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit weltweit bedeutenden Orchestern zusammen. Mit dem Ensemble Resonanz, bei dem sie zwei Jahre als Artist-in-Residence wirkte und das sie oft von der Bratsche aus leitete, verbindet sie eine enge musikalische Freundschaft. Sehr früh kam Tabea Zimmermann auch zur Neuen Musik. Sie hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt, über 50 Uraufführungen von Ligeti über Kurtág, Rihm und Holliger bis zu Jarrell, Lentz, Höller, Mantovani und Poppe gespielt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt.
Der Ernst von Siemens Musikpreis wird Tabea Zimmermann am 11. Mai 2020 im Münchner Prinzregententheater bei einem musikalischen Festakt verliehen. Das Hamburger Ensemble Resonanz, wird gemeinsam mit ihr Lachrymae von Benjamin Britten – dem ersten Ernst von Siemens Musikpreisträger – aufführen. Außerdem stehen Solo-Werke von Kurtág und Berios Naturale auf dem Programm, bei dem der Schlagzeuger Christoph Sietzen mit der Preisträgerin musizieren wird. Das Ensemble Resonanz wird auch die Stücke der diesjährigen Komponisten-Förderpreisträger interpretieren, deren Namen am 19. Februar 2020 bekanntgegeben werden.
Insgesamt vergibt die Stiftung 2020 über 3,6 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern. Gefördert werden 2020 weltweit rund 120 Projekte im zeitgenössischen Musikbereich. Der größte Anteil der Förderung entfällt erneut auf Kompositionsaufträge, aber auch Wiederaufführungen, Festivals, Konzerte, Kinder- und Jugendprojekte. Weitere Informationen unter www.evs-musikstiftung.ch
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