Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
James MacMillans "Christmas Oratorio"
Deutsche Erstaufführung mit dem Münchner Rundfunkochester und dem Chor des BR
Münchner Rundfunkorchester, Foto: Felix Broede
Mit etlichen gewichtigen Werken hat auch James MacMillan im Laufe der letzten Jahrzehnte die Gattung des Oratoriums bereichert und modernisiert. Mit seinem Christmas Oratorio legte er 2019 seine bislang umfangreichste Auseinandersetzung mit dem Thema von Jesu Geburt vor. Das 100-minütige Werk, das seit seiner (COVID-bedingt verspäteten) Uraufführung im Jahr 2021 als magnum opus im Schaffen des Komponisten gepriesen wird, vereint Liturgie und spirituelle Dichtung mit kraftvollem Chorsatz und der für den Komponisten typischen reichen, ebenso modernen wie zugänglichen Orchestrierung. [02.11.2026]
Neues Streichquartett und Neufassung der „Arctica“-Sinfonie
Lera Auerbach, Foto: Cezary Rucki
Die künstlerischen Facetten von Lera Auerbach stehen im Fokus der aktuellen „Zeitinsel“ am Konzerthaus Dortmund. Der Programmschwerpunkt beginnt am 5. November, die Komponistin präsentiert unter anderem ihr neues Streichquartett und dirigiert eine Neufassung ihrer „Arctica“-Sinfonie. Die Zeitinsel-Reihe ist eines der beliebtesten Formate am Konzerthaus Dortmund. Das seit vielen Jahren stattfindende mehrtägige Festival ist jeweils einer Persönlichkeit der Gegenwartsmusik gewidmet und stellt in Konzerten und Gesprächsrunden deren Werke und Interpretationen, aber auch traditionelle Musik in den Fokus. [02.11.2026]
Neue Oper von James Reynolds: "Die Mitternachtstür"
Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf
Promomotiv Deutsche Oper am Rhein / Moritz Blumentritt
Am 14. November präsentiert die Kooperation Junge Oper Rhein-Ruhr in Düsseldorf ein neues Auftragswerk: Die Mitternachtstür nach dem Fantasy-Roman von Dave Eggers und geschrieben von Pamela Dürr (Libretto) und James Reynolds (Musik), der nach seinen Geisterrittern wieder packende Klänge für den Kampf gegen dunkle Mächte findet. Mit Geisterritter, uraufgeführt in Bonn 2017, schuf James Reynolds die erste Oper nach einem Buch von Cornelia Funke – in Librettoform gegossen von Christof Klimke. Nun kehrt der 1953 geborene US-amerikanische Komponist ins rheinische Opernrevier zurück, wiederum mit einem geisterhaften Jugendthriller als Vorlage: Die Mitternachtstür (The Lifters) von Dave Eggers schildert den Kampf eines Grüppchens jugendlicher Außenseiter gegen geheimnisvolle Mächte, die im Untergrund ihre Stadt zu unterhöhlen und auszulöschen drohen. [02.11.2026]
Renaud und Gautier Capuçon in der Philharmonie Essen
Konzert des Orchestre Philharmonique de Radio France mit Dirigent Jaap van Zweden
Cellist Gautier Capuçon, Foto: Anoush Abrar
Musikalisch sind sie Frankreichs bekanntestes Geschwisterpaar: Am Sonntag, 08. November 2026, um 17:00 Uhr sind Renaud und Gautier Capuçon mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung ihres Chefdirigenten Jaap van Zweden in der Philharmonie Essen zu Gast. Die Capuçon-Brüder sind ein bisschen wie Popstars der Klassik. Und auch künstlerisch passt zwischen Renaud, den Geiger, und Gautier, den Cellisten, kein Blatt. Das führt zu außergewöhnlichen Konzerterlebnissen. Beide betrachten die Romantik als ihre musikalische Heimat. Und so wird es ein Glücksfall, wenn die zwei Brüder in Essen das Doppelkonzert von Johannes Brahms aufführen. Französisch ist auch das Orchester: Das Orchestre Philharmonique de Radio France ist die Nummer eins unter den Rundfunkorchestern im Nachbarland. [02.11.2026]