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Meldung vom 13.04.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

SWR Symphonieorchester in Köln und Freiburg

Zürcher Sing-Akademie und Chorwerk Ruhr - Ltg. John Storgårds

Das SWR Sinfonieorchester setzt in den kommenden Konzerten zum einen den Sibelius-Schwerpunkt dieser Saison fort mit der siebten Sinfonie des finnischen Komponisten. Zum anderen steht mit dem monumentalen Klavierkonzert von Ferruccio Busoni ein außergewöhliches Werk auf dem Programm – nicht nur wegen seiner immensen Anforderungen an den Pianisten und der Dauer von über einer Stunde, sondern auch wegen des großen Männerchores, der im Schlussabschnitt zum Solisten und zum Orchester hinzutritt. Kirill Gerstein stellt sich dieser Mammutaufgabe an den Tasten, im Finale stimmen die Männer der Zürcher Sing-Akademie und des Chorwerks Ruhr mit ein. Am Pult steht Gastdirigent John Storgårds.

Begegnung der Komponisten in Helsinki

Nur auf den ersten Blick trennen die Musik von Jean Sibelius und Ferruccio Busoni um die Wende zum 20. Jahrhundert mehr als 1.000 Kilometer Luftlinie. Kaum bekannt ist, dass der noch junge, aufstrebende Busoni ab 1888 für zwei Jahre als Klavierprofessor am Konservatorium in Helsinki wirkte (er lernte in dieser Zeit auch seine Frau Gerda Sjöstrand, Tochter eines schwedischen Bildhauers kennen). Hier führte er den nahezu gleichaltrigen Jean Sibelius in die Künstler-Gruppe der „Leskoviter“ ein. Für Sibelius wiederum war Berlin in jener Zeit ein wichtiger Bezugspunkt – sowohl um dort ab Herbst 1889 die kompositorische Ausbildung fortzusetzen, als auch Anregungen aus dem Musikleben der Metropole aufzunehmen: „Die größte Bedeutung meines Berliner Aufenthaltes lag ohne Zweifel darin, dass ich so viel hören konnte, sowohl Orchester- als auch Kammermusik. Zu Hause hatte ich mich mit dem begnügen müssen, was bei den Konzerten des Musikinstituts und privat in Familien gespielt worden war.“ Sicher belegt ist, dass Busoni (Klavier) und Sibelius (Violine) bei einer Aufführung von Schumanns Klavierquintett Es-Dur op. 44 in Helsinki gemeinsam musizierten und Busoni bei einer Probeaufführung von Sibelius’ Klavierquintett g-Moll (1890) ebenfalls den Klavierpart übernahm. Die einzelnen Sätze seiner Orchestersuite op. 34a widmete Busoni einigen Mitgliedern der „Leskoviter“, den ersten Satz Jean Sibelius. (Auszug aus dem Programmhefttext von Michael Kube).

Programm:

Jean Sibelius, „Finlandia-hymni“ für Männerchor a cappella aus op. 26

Jean Sibelius, Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Ferruccio Busoni, Konzert für Klavier und Orchester mit Männerchor C-Dur op. 39

Kirill Gerstein, Klavier, Zürcher Sing-Akademie und Chorwerk Ruhr (Florian Helgath, Künstlerische Leitung)

SWR Symphonieorchester

John Storgårds, Dirigent

Sonntag, 14. April 2024, 18 Uh, Köln, Philharmonie

Montag, 15. April 2024, 20 Uhr, Freiburg, Konzerthaus, Rolf Böhme Saal.

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