Er muss eine vielseitige, ja schillernde Gestalt gewesen sein mit einer bewegten Vita, der gebürtige Wiener Wilhelm Grosz (1894–1939): Schüler von so prominenten Namen wie Franz Schreker, Robert Fuchs oder Guido Adler, Pianist, Komponist, Dirigent, promovierter Musikwissenschaftler, Arrangeur und vieles mehr, nicht zuletzt künstlerischer Leiter einer Schallplattengesellschaft, nebenher Protagonist eines veritablen Skandals im Hause Arthur Schnitzler. Sein Lebensweg führte ihn Ende der 1920er Jahre nach Berlin, die Flucht vor den Nationalsozialisten dann 1934 nach London und schließlich 1939 auf Empfehlung Korngolds in die USA, wo er nur wenige Monate nach seiner Ankunft gerade einmal 45-jährig einem Herzinfarkt erlag.