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Helen Donath

US-amer. Sängerin (Sopran)

Biographie

Am 10. Juli 2020 feierte die amerikanische Sopranistin Helen Donath ihren 80. Geburtstag. Ihre musikalische Ausbildung begann früh in ihrer Heimat Texas und bereits als 18jährige debütierte sie mit einem Liederabend in New York. Anfang der 1960er Jahre war sie an der Kölner Oper engagiert und startete von dort aus ihre Karriere in Europa. Sie heiratete 1965 den Dirigenten Klaus Donath und wechselte 1967 an die Bayerische Staatsoper, 1970 an die Wiener Staatsoper. Gastengagements führten sie nach Paris, London, New York, Mailand, Tokio, Hamburg, Zürich und vor allem zu den Salzburger Festspielen, wo sie über 20 Jahre lang regelmäßig auftrat und zuletzt 2002 einen Liederabend gab. Ihr weit gespanntes Repertoire umfasst neben lyrischen und jugendlich-dramatischen Opernpartien auch Oratorien und Lieder. Im Verlauf ihrer aktiven Karriere hat sich mit allen führenden Dirigenten und Orchestern in Europa und den USA zusammengearbeitet, u.a. mit Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Georg Solit, Rafael Kubelik, Karl Richter, Colin Davis, Daniel Barenboim, Zubin Mehta und Riccardo Muti. Heute ist sie als Jurorin in Gesangswettbewerben tätig und gibt in Meisterklassen ihr Wissen an die kommende Sängergeneration weiter.

Tabellarische Biographie

1940geboren in Corpus Christi, Texas.
1950Mitglied im Kirchenchor.
1958New York-Debüt als Liedsängerin.
1961-1963Mitglied des Opernstudios der Kölner Oper, dort Debüt als Rheintochter (Das Rheingold). Weitere Rollen dort Liù (Turandot), Julia in Romeo und Julia von Ernest Blacher und Micaela in Bizets Carmen.
1963-1968Wechsel an die Oper von Hannover, dort Debüt als Pamina (Die Zauberflöte), eine ihrer Glanzpartien.
1966Gastvertrag an die Bayerische Staatsoper, wo sie als Susanna (Figaros Hochzeit), Pamina (Die Zauberflöte) und Sophie (Rosenkavalier) große Erfolge feiert. Daneben etabliert sie sich als Konzert- und Liedsängerin und nimmt erste Schallplatten auf.
1967Einladung durch Herbert von Karajan zu den Salzburger Festspielen. Dort singt sie 1967 und 1968 Pamina (Die Zauberflöte).
1970-1990Mitglied der Wiener Staatsoper, dort regelmässige Auftritte u.a. Opern von Mozart, Weber, R. Strauss und Wagner. Daneben zahlreiche Auftritte als Konzert-, Oratorien- und Liedsängerin.
1973Debüt an der Wiener Staatsoper als Pamina (Die Zauberflöte).
1991Met-Debüt als Marzelline in Beethovens Fidelio, anschließend Pamina Die Zauberflöte. Zahlreiche Schallplatten für EMI, HMW, Decca, Philips und DG, die die ganze Bandbreite ihres Repetoires zeigen, darunter Aufnahmen von Operetten ebenso (Lehárs Friederike) wie Händel (Judas Maccabäus), Gluck (Der betrogene Kadi), Britten, (The Turn of the Screw), Mendelssohn (Elias), Haydn (La vera constanza) und Nicolai (Die lustigen Weiber von Windsor).
1996Debüt als Marschallin (Der Rosenkavalier) in Washington.
2000Debüt als Despina ("Così fan tutte") in Miami und als Desdemona ("Otello") in Schwerin.
2002Liederabend bei den Salzburger Festspielen.
2003Rollendebüt als Aithra in Die agyptische Helena von Richard Stauss an Aalto-Theater Essen. Inszenierung Gottfried Pilz, musikalische Leitung Stefan Soltesz.
2004Despina (Cosi fan tutte) bei den Salzburger Festpielen in der Inszenierung von Ursel und Karl-Ernst Herrmann.
2005Nach 15 Jahren Abwesenheit Auftritt an der Wiener Staatsoper als Despina (Così fan tutte) unter der Leitung von Julia Jones mit Soile Isokoski (Fiordiligi) und Angelika Kirchschlager (Dorabella) und den Herren Adrian Eröd (Gugielmo) und Michael Schade (Ferrando). Als Wiederaufnahme Despina bei den Salzburger Festpielen (Inszenierung von Ursel und Karl-Ernst Herrmann). Knusperhexe in Hänsel und Gretel an der Hamburgischen Staatsoper im Dezember 2005.
2008Im Juni Meisterkurs Gesang bei der Jungen Musikerstiftung Bayreuth.

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