Leser von KLASSIK HEUTE sind es mittlerweile gewöhnt, immer wieder mit Komponisten und Komponistinnen konfrontiert zu werden, von denen sie vorher noch nicht einmal den Namen kannten. Doch der Fall des zu seiner Zeit hochgeschätzten Österreichers Oskar C. Posa ist wahrscheinlich singulär. Gründlicher wurde wohl kein Künstler aus dem Gedächtnis der Nachwelt ausgelöscht als er, wofür es keine Erklärung gibt, noch nicht einmal seine jüdische Herkunft. In einem fast schon titanischen Kraftakt hat nun der französische Musikwissenschaftler Olivier Lalane nach diesem Komponisten geforscht und einen beträchtlichen Teil seiner Werke der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Durch engagierte und kompetente Interpreten werden diese Ausgrabungen zu einer gloriosen Wiedergutmachung.