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Besprechung

Tschechische Violinsonaten

Praga PRD 250 153

1 CD • 77min • 1997/1999/2000

01.12.2001

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Viel ist über die musikalischen Nationalschulen des 19. Jahrhunderts geschrieben worden. Daß es sie gegeben hat, daran kann kein Zweifel bestehen - die allerletzten zerstreut diese wunderbare CD mit tschechischer Musik für Violine und Klavier. Von Smetanas melancholischen Heimatklängen über Dvoráks lichte und bescheidene Sonatine zu Janáceks bohrendem Schmerzenskind und Martinus scharfkantigem Meisterwerk führt ein direkter Weg, der nicht leicht zu beschreiben, aber unmittelbar nachzuhören ist. Jedenfalls dann, wenn zwei fabelhafte Interpreten wie Remes/Kayahara den unvermittelten Zugang ebnen.

Für sich genommen sind beide von Weltklasse ein Stück weit entfernt. Remes intoniert ganz oben ein wenig nachlässig und sein ansonsten gefühlvoll strahlender Ton wird eine Spur zu dünn. Kayahara verfällt hier und da ins Motorische. Und doch: Den spezifischen Ton dieser so unterschiedlichen und doch den gleichen Geist atmenden Musik treffen die beiden wie wenige andere.

Peter Korfmacher [01.12.2001]

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