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Meldung vom 19.10.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Resümee Heinrich Schütz Musikfest 2021

Rund 5.000 Besucher erlebten hochemotionale Momente, erstklassige künstlerische Darbietungen und ein vielgestaltiges Programm – nach 11 Tagen voller Musik und Kultur endete mit einem umjubelten Festkonzert in Gera das Heinrich Schütz Musikfest 2021, das zugleich den Auftakt zum Festjahr Schütz22 – „weil ich lebe“ bildete.

Am Sonntag, den 17. Oktober endete mit einem umjubelten Konzert der Capella de la Torre und des RIAS Kammerchors Berlin unter Leitung von Florian Helgath im Konzertsaal des Theaters Gera das Heinrich Schütz Musikfest 2021. Auf dem Programm standen klangprächtige Werke von Michael Praetorius und italienischen Zeitgenossen, die eine klingende barocke Sehnsucht nach Italien, dargeboten in einer grandiosen Interpretation, lebendig werden ließen.

Vorausgegangen waren elf Tage voller Musik und Kunst, in denen 49 Veranstaltungen in Bad Köstritz, Gera, Dresden, Weißenfels und Zeitz mit Künstler aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz stattfanden. Rund 5.000 Besucher erlebten die Konzerte, Wandelkonzerte, Schultheateraufführungen, Führungen und Gottesdienste des Musikfests, und das trotz noch immer pandemiebedingt eingeschränkter Zuschauerkapazität. Diese Zahl entspricht Auslastung von ca. 87,5 % und stellt damit ein überaus zufriedenstellendes Ergebnis dar.

Eröffnungskonzert in der Weißenfelser St. Marienkirche

Am 7. Oktober war das Heinrich Schütz Musikfest 2021 mit einem begeisternden Eröffnungskonzert in der Weißenfelser St. Marienkirche gestartet. Katharina Bäuml und ihre Capella de la Torre, in diesem Jahr artist in residence, folgten den Spuren von Heinrich Schütz durch das Europa des 17. Jahrhunderts hin zu Claudio Monteverdi. In diesem ebenfalls in Gera und Dresden aufgeführten und exklusiv für das Heinrich Schütz Musikfest entworfenen Programm begeisterte das Ensemble mit seinen von sprühender Musikalität getragenen Interpretationen das Publikum, welches sich mit langanhaltendem Beifall und Standing Ovations bedankte. Auch die weiteren Konzerte des artists in residence markierten Höhepunkte des Programms und waren vor allem dem Jubilar dieses Jahres gewidmet: Michael Praetorius.

Festjahr Schütz22 – „weil ich lebe“

Mit „starcken Gethön / vnnd zur Pracht“ wurde dann am 8. Oktober das Festjahr Schütz22 – „weil ich lebe“ in der voll besetzten Frauenkirche Dresden eröffnet. Paul McCreesh und sein Gabrieli Consort & Players gestalteten ein nuancenreiches und fein ausdifferenziertes Konzert, das nicht nur würdig Auftakt zum Festjahr Schütz22 – „weil ich lebe“ bot, vielmehr die Konzertbesucher begeisterte, die ihrerseits mit Bravorufen und euphorischen Beifall den Künstlern huldigten. Das ganze Festjahr Schütz22 – „weil ich lebe“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird bis zum 6. November 2022 ein vielfältiges und hochkarätiges Programm präsentieren. Ein zentraler Veranstaltungskalender findet sich auf der Website: Schütz22.de.

Zu den Höhepunkten des Programms sind die Konzerte u.a. des Concerto Stella Matutina, von Voces Suaves, des ensemble polyharmonique und des Wrocław Baroque Orchestra unter Leitung von Jaroslaw Thiel wie das ebenfalls umjubelte Konzert des Dresdner Kammerchors unter Leitung von Hans-Christoph Rademann oder die Aufführung der Marienvesper von Monteverdi mit dem Kammerchor der Frauenkirche im Verein mit Instrumenta Musica unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert zu zählen. Musikalische Entdeckungen der besonderen Art hatten Juliane Laake und ihr Ensemble Art d'Echo, der Organist Laurens de Man, die Hamburger Ratsmusik und das Ensemble 1684 unter der Leitung von Gregor Meyer im Gepäck. Mit der lautten compagney Berlin und Michel Godard & Friends wurden Brücken zum Pop und Jazz beschritten, womit einmal mehr die Experimentierfreude Raum bekam.

Spezielles Angebot für Schulen

Als spezielles Angebot für Schulen gedacht war das Theaterstück Heinrich & Heinrich, ein Stück von Stefan Becker für Kinder ab 8 Jahren, das in der vergangenen Woche in sechs Aufführungen zu erleben war. Der Schauspieler, Sänger und Multiinstrumentalist Hans-Georg Pachmann als ‚Heinrich‘ begeisterte mit seinem Spiel fast 400 Schülerinnen und Schüler in allen Festivalorten. Als spezielles Projekt für das gesamte Festjahr SchützZ22 war dies ein fulminanter Auftakt für dieses Angebot für Familien und Schulen.

Internationaler Heinrich-Schütz-Preis 2021 verliehen

Im Rahmen des Abschlusskonzertes wurde dem namhaften Musikwissenschafter und verdienten Schütz-Forscher Prof. Dr. Werner Breig der Internationale Heinrich-Schütz-Preis 2021 verliehen. „Seit Jahrzehnten ist Prof. Dr. Werner Breig einer der wichtigsten Musikwissenschaftler und Herausgeber, der sich intensiv mit dem Werk von Heinrich Schütz beschäftigt, immer neue gedankliche Wege geht und darüber hinaus mit seinen akribisch edierten Notenausgaben einerseits wissenschaftliche Maßstäbe setzt und andererseits die Voraussetzungen für eine aktive Pflege des musikalischen Erbes im Konzertleben schafft", begründet die Intendantin des Heinrich Schütz Musikfest, Dr. Christina Siegfried, die Wahl des Preisträgers und ist überzeugt, „dass Prof. Dr. Werner Breig in seiner bewundernswert ungebrochenen Schaffenskraft noch weitere wesentliche Akzente in der aktuellen Schütz-Forschung setzen wird“.

Weitere Informationen

www.schütz-musikfest.de www.SCHÜTZ22.de

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