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Meldung vom 25.11.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Romantische Gegenwelten

Das Freiburger Barockorchester und Marianne Crebassa mit Schubert und Berlioz

Romantische Gegenwelten: Damit lässt sich das Konzertprogramm vom 26. November 2021, auf den Punkt bringen. Der Dirigent Pablo Heras-Casado und das Freiburger Barockorchester spielen im Festspielhaus Baden-Baden zwei Sinfonien von Schubert und musizieren mit der französischen Mezzosopranistin Marianne Crebassa den Liederzyklus Les Nuits d’été (Sommernächte) von Hector Berlioz.

Der von Hector Berlioz 1840 vollendete und 1856 instrumentierte Liederzyklus Sommernächte kreist um Verlust, Tod und Geisterspuk. Berlioz nutzte die Themen für die schillerndsten Orchestereffekte – im Festspielhaus eine wunderbare Vorlage für das Freiburger Barockensemble, seine außergewöhnliche Klasse vorzuführen. Indem Berlioz die ursprünglich für Klavier und Gesang gesetzten Lieder instrumentierte, wurde er zum Erfinder des Orchesterliedes, einer Gattung, die später vor allem von den Romantikern Gustav Mahler und Richard Strauss aufgegriffen wurde. Gesungen werden die romantischen Orchesterlieder von der französischen Mezzosopranistin Marianne Crebassa, die 2019 ihr Debüt im Festspielhaus in einem Konzert mit dem Pianisten Fazil Say und dem Minetti Quartett gab.

Schuberts populäre Fünfte und „Die Unvollendete“

Franz Schubert vollendete seine Sinfonie Nr. 5 in B-Dur 1816 im Alter von nur 19 Jahren. Das Werk ist die beliebteste der frühen Schubert-Sinfonien und gilt von 3als eines der ersten ausgereiften Orchesterwerke des Komponisten. Typisch bereits für den jungen Schubert ist das „romantische“ Abschweifen in entfernte Tonarten, wie etwa Fes-Dur und Ces-Dur im zweiten Satz. Schuberts B-Dur-Sinfonie entstand nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Sinfonieschaffen Mozarts. Das Menuett etwa verbindet in sich die Motivik des dritten und vierten Satzes aus Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll. Dennoch ist das Werk bereits ganz und gar Schubert.

Als weiteres Schubertwerk erklingt seine Sinfonie in h-Moll, ein sinfonisches Fragment aus zwei vollständigen Sinfoniesätzen. Ein dritter Satz wurde begonnen, aber nicht ausgeführt. Bekannt wurde die Sinfonie unter der nachträglich angebrachten Bezeichnung Die Unvollendete. Seit ihrer Uraufführung - 37 Jahre nach Schuberts Tod – gilt sie als Schuberts populärste Sinfonie. Mit seinen düsteren Klangfarben und plötzlichen Ausbrüchen begründete das Werk den Typus der tragischen Sinfonie.

Am Pult steht am 26. November der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado. Er ist im großen sinfonischen Repertoire und in Vorstellungen an renommierten Opernhäusern gefragt – auch Festspielhausbesuchern ist er durch die Operninszenierungen La Traviata und L’elisir d’amore, von Rolando Villazón, bei denen Pablo Heras-Casado die musikalische Leitung innehatte, in bester Erinnerung.

Mit dem Freiburger Barockorchester verbindet ihn eine besonders enge Partnerschaft, die sich in mehreren Einspielungen und großen Tourneen mit gemeinsamen Auftritten beim Mostly Mozart Festival in New York, bei den BBC Proms, beim Festival in Aix-en-Provençe und im Concertgebouw Amsterdam niedergeschlagen hat.

Das Freiburger Barockorchester, 1987 gegründet von ehemaligen Studenten der Freiburger Musikhochschule, setzt als eines der führenden Ensembles historisch informierter Aufführungspraxis international Maßstäbe. Im Festspielhaus Baden-Baden war es zuletzt 2019 in John Neumeiers Inszenierung von Glucks Orphée et Eurydice mit dem Hamburg Ballett zu hören.

Zu Marianne Crebassa wichtigsten Rollen auf der Opernbühne zählt Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro, in Gastspielen an der Metropolitan Opera New York, an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper, an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und in Amsterdam. An der Pariser Opéra Comique war sie ebenso mehrfach bei den Salzburger Festspielen Sesto in Mozarts La clemenza di Tito. 2019 war sie in Ravels Shéhérazade Solistin des Waldbühnenkonzerts der Berliner Philharmoniker.

Im Land Baden-Württemberg gilt die 2G-„Alarmstufe“ der aktuellen Corona-Verordnung (Stand 17.11.2021). Gäste des Festspielhauses Baden-Baden benötigen für ihren Veranstaltungsbesuch den Nachweis über eine vollständige Impfung (mind. 14 Tage zurückliegend) oder Genesung (mind. 28 Tage bis max. 6 Monate zurückliegend).

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de

Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

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