Dresdner Kreuzchor stellt seine Saison 2024/2025 vor
Uraufführung „Requiem A“ von Sven Helbig – mit René Pape und der Staatskapelle Dresden
Seine dritte Saison als Kreuzkantor stellt Martin Lehmann unter das Motto „Im Wandel“. Mit einem programmatischen Fokus auf komponierende Kreuzkantoren, einer Uraufführung von Sven Helbig und der Wiederaufnahme der Bachschen Johannespassion zur Karwoche 2025 besinnt sich der Dresdner Kreuzchor auf sein musikalisches Erbe und blickt zugleich in die Zukunft. „Der Dresdner Kreuzchor stellt in dieser Saison mit besonderen Konzerten im Stadtraum und künstlerischen Projekten unter Beweis, einen Bogen zwischen Tradition und Neuorientierung zu spannen“, so Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. „Damit ist der Chor nicht nur einer der wichtigsten musikalischen Repräsentanten der sächsischen Landeshauptstadt, sondern auch eine hervorragende Ausbildungsinstitution für den musikalischen Nachwuchs.“ Die Vorhaben und Planungen des Kreuzchores stellte Kreuzkantor Martin Lehmann heute in einer Presskonferenz der Öffentlichkeit vor.
Altbewährtes und Innovatives
Die Konzertprogramme des Kreuzchores in Dresden verbinden Altbewährtes mit Innovation: Neben Johannes Brahms' Ein deutsches Requiem mit Christina Landshamer und Georg Zeppenfeld sowie Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium um den Jahreswechsel wird erstmals seit zwölf Jahren wieder Bachs Johannespassion in der Karwoche in der Kreuzkirche erklingen. Kreuzkantor Martin Lehmann betont die Bedeutung des Werks: „Die Johannespassion nimmt durch ihre Prägnanz und dramatische Zuspitzung des Passionsgeschehens sowie ihre musikalische Schönheit eine besondere Stellung im Schaffen Johann Sebastian Bachs ein. Mit der Programmierung erweitern wir nicht nur das Repertoire der Kruzianer, sondern knüpfen auch an unsere eigene Historie an: Denn am Karfreitag 1879 leitete der damalige Kreuzkantor Oskar Wermann die Dresdner Erstaufführung der Johannespassion und leitete so eine Bach-Renaissance in Dresden ein.“ Zukünftig sollen die beiden großen Passionen im jährlichen Wechsel aufgeführt werden.
Wolfgang Amadeus Mozarts berührendes Requiem, verbunden mit Werken von Arvo Pärt, der 2025 seinen 90. Geburtstag feiert, stehen auf dem Programm der gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie im Dresdner Kulturpalast, in der Hamburger Elbphilharmonie und Münchner Isarphilharmonie.
Uraufführung von Kunstpreisträger Sven Helbig
Am 9. Februar 2025 wird Requiem A des Dresdner Komponisten und Kunstpreisträgers Sven Helbig in der Kreuzkirche uraufgeführt. Unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann, mit dem Bassisten und ehemaligen Kruzianer René Pape, elektronischen Klängen sowie der Sächsischen Staatskapelle Dresden eröffnet der Kreuzchor mit dem neuen Werk die Konzerte in Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Requiem A ist ein kraftvolles Mahnmal der Versöhnung und richtet den Blick dabei auch auf alle Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen.
Dresden-Fokus in den liturgischen Programmen der Kreuzkirche
Bereits zum dritten Mal vergibt der Kreuzchor Kompositionsaufträge für die Introiten der Kreuzchorvespern an eine Komponistin oder einen Komponisten mit Verbindung zur Stadt Dresden. Nach Wilfried Krätzschmar und Agnes Ponizil wird in der neuen Spielzeit mit Jan Arvid Prée ein ehemaliger Kruzianer und Rudolf-Mauersberger-Stipendiat die Introitus-Kompositionen übernehmen.
Einen weiteren programmatischen Fokus legt Martin Lehmann auf frühere Kreuzkantoren, die auch als Komponisten reüssierten. So erklingen in den liturgischen Diensten in der Kreuzkirche etwa Werke von Rudolf Mauersberger, aber auch von Gottfried August Homilius, Theodor Christlieb Reinhold, Samuel Rüling und anderen.
Sonderveranstaltungen an besonderen Orten
Als Institution der Landeshauptstadt ist der Kreuzchor in der Saison 2024/2025 auch wieder verstärkt außerhalb der Konzertsäle und Kirchenräume zu erleben. Zum Saisonauftakt gastieren die Kruzianer bei „Ab in die Heide“ am 11. August 2024 auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch zugunsten der Stiftung Wald für Sachsen und eröffnen am 16. August 2024 gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie das Stadtfest „Canaletto“. Am 14. September 2024 verwandelt das Ensemble die Kuppelhalle des Hauptbahnhofs wieder in einen „Klingenden Bahnhof“. Das traditionelle Adventskonzert im Rudolf-Harbig-Stadion ist ebenfalls fest eingeplant; der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. Auch die beliebte „Serenade im Grünen“ der Dresdner Musikfestspiele im Schlosspark Pillnitz findet eine Fortsetzung.
Für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit erhält der Kreuzchor am 9. Mai 2025 den Europäischen Kulturpreis. Der traditionelle Nachwuchstag im Evangelischen Kreuzgymnasium findet am 22. März 2025 statt. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler den Kreuzchor auch in zwei Schulkonzerten erleben, darunter ein „Weihnachtsoratorium für Kinder“ mit der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast. Weitere Informationen unter www.kreuzchor.de
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