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Meldung vom 15.10.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Janáček-Oper zum ersten Mal an der Staatsoper Stuttgart

Stephan Kimmig inszeniert "Die schlaue Füchsin", die Leitung hat Ariane Matiakh

Eine Reflexion über die Beziehung von Menschen- und Tierwelt, von Werden und Vergehen: Leoš Janáčeks Oper Die schlaue Füchsin feiert in einer Inszenierung von Stephan Kimmig am 9. November um 18 Uhr Premiere an der Staatsoper Stuttgart. Die musikalische Leitung übernimmt die französische Dirigentin Ariane Matiakh. Sämtliche Rollen sind aus dem Ensemble der Staatsoper sowie dem Internationalen Opernstudio besetzt, darunter Claudia Muschio als Füchsin, Paweł Konik als Förster, Ida Ränzlöv als Fuchs und Moritz Kallenberg als Lehrer und Mücke. Neben dem Staatsorchester und dem Staatsopernchor ist auch der Kinderchor der Staatsoper Stuttgart beteiligt.

Kein verniedlichendes Tiermärchen

Weder Komponist Leoš Janáček noch Regisseur Stephan Kimmig leg(t)en Die schlaue Füchsin als verniedlichendes Tiermärchen an. Stattdessen steht die Konfrontation von Natur und Zivilisation im Mittelpunkt der Komposition, wie auch der Inszenierung. Denn auch wenn Janáček die Inspiration für die Geschichte um eine junge Füchsin, die mit der Welt der Menschen in Kontakt kommt, aus einem Zeitungscomic übernahm und akribisch die Tier- und Naturgeräusche in Musik übersetzte, stellte er mit den beiden Hauptfiguren der Füchsin und des Försters vor allem das Verhältnis von Tier- und Menschenwelt brutal gegenüber. Und dennoch ist da Platz für die Liebe zwischen Füchsin und Fuchs. Janáček gelingt es, das Tierische im Menschen und das Menschliche im Tier auszuloten und uns somit den Spiegel vorzuhalten. Fast auf den Tag genau 101 Jahre nach der Uraufführung 1924 in Brünn beschäftigt sich Stephan Kimmig nach Der Prinz von Homburg und Das Rheingold in Stuttgart nun mit einer Oper voller Gegensätze und mit der Sehnsucht, einen Ort zu finden, an dem man frei von Regeln leben kann.

Rahmenprogramm

Im Vorfeld der Premiere können die Zuschauer in Kooperation mit dem Haus des Waldes Stuttgart einen Waldspaziergang mit Musik unter dem Titel Auf verwachsenem Pfade am 17. Oktober erleben und der Literaturclub der Staatsoper beschäftigt sich am 18. November mit der deutschen Übersetzung von Příhody lišky Bystroušky, die unter dem Titel Das schlaue Füchslein erschienen ist.

Leoš Janáček, Die schlaue Füchsin

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