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Meldung vom 05.05.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die neue Konzertsaison 2026/27 bei Chor und Symphonieorchester des BR

Von barocker Klangsprache und konzertanter Oper bis Musik der Gegenwart

Die Konzertsaison 2026/27 bei Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks macht einmal mehr die ganze Bandbreite des Repertoires erlebbar, für die die beiden BR-Ensembles stehen. Gemeinsam mit Chefdirigent Sir Simon Rattle stellten sie das Programm in München vor. Es umfasst neben den Abonnementkonzerten zahlreiche Sonderveranstaltungen, Kammermusik- und Musikvermittlungsprojekte. Darüber hinaus erlebt das Publikum hochkarätige Gäste.

Gleich die Saisoneröffnung offenbart die besondere Handschrift des Chefdirigenten: Hier erklingt am 24./25. September Beethovens 9. Symphonie in einem gemeinsamen Konzertprogramm gepaart mit einer Bach-Kantate, die vom Ensemble BRSO barock auf historischen Instrumenten gespielt wird. Ein Schwerpunkt liegt in der Saison 2026/27 auf Strawinsky. Auf den Feuervogel in der vergangenen Saison folgen unter der Leitung von Sir Simon Rattle nun u. a. Le sacre du printemps, Le roi des étoiles, Psalmensymphonie und Petruschka sowie Pulcinella mit Tugan Sokhiev und die kleinen Orchester-Suiten, dirigiert vom lang ersehnten Rückkehrer Riccardo Chailly. Als fast schon traditionelle konzertante Oper im Spielplan wählt der Chefdirigent diesmal Debussys Pelléas et Mélisande, prominent besetzt mit Magdalena Kozená, Anne Sofie von Otter, Julien Behr und Simon Keenlyside.

Chefdirigent Sir Simon Rattle:

"Ich bin überglücklich, dass wir für die neue Saison wieder ein so reiches Programm zusammenstellen konnten, von Bach-Kantaten bis zu zeitgenössischen Werken, von Beethoven bis Mahler und Schostakowitsch, von der aufregenden Vielfalt Strawinskys bis zu Debussys traumgleicher Oper 'Pelléas et Mélisande'. Musik müsse immer die ganze Welt umfassen – das war ein Leitgedanke von Gustav Mahler, der bis heute Gültigkeit hat. Diese Welthaltigkeit, dieses unerschöpfliche Reservoir an emotionalen, geistigen und spirituellen Ideen ist das, was wir unserem Publikum immer wieder aufs Neue schenken wollen. Jedes Werk tut dies auf seine einzigartige Weise und trägt so dazu bei, dass wir unsere Sensibilität und Offenheit bewahren und schärfen – eine der wichtigsten Grundlagen für unser Zusammenleben."

Beethoven-Quartettzyklus und weitere Neuheiten

Zum 200. Todestag von Ludwig van Beethoven widmet sich das BRSO nicht nur zentralen symphonischen Werken des Großmeisters, sondern – über das Jahr 2027 verteilt – auch dem Gesamtzyklus seiner 17 Streichquartette, die als Gipfelpunkte der Kammermusik gelten. Erstmals überhaupt im Programm des BRSO zu hören sind Rachmaninows Symphonie Nr. 1, dirigiert von Riccardo Chailly, sowie Bruckners Studiensymphonie unter der Leitung von Simone Young.

Hochkarätige Gäste: Von Yuja Wang bis Herbert Blomstedt

Als weitere Gastdirigentinnen und -dirigenten setzen u.a. Karina Canellakis, Klaus Mäkelä, Jakub Hrusa, Semyon Bychkov, Edward Gardner, Gottfried von der Goltz (BRSO barock) die Debütanten Stanislav Kochanovsky und Kazuki Yamada, Bar Avni (im Rahmen des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD), Daniel Harding und Iván Fischer vielfältige Akzente. Besonders hervorzuheben ist die Rückkehr von Herbert Blomstedt im Jahr seines 100. Geburtstags mit Bruckners Symphonie Nr. 5. Sein Gastspiel folgt unmittelbar auf das Wiedersehen mit dem ebenso hochgeschätzten Franz Welser-Möst, der Bruckners Symphonie Nr. 8 interpretiert.

Die Liste hochkarätiger Instrumentalsolistinnen und -solisten wird angeführt von Starpianistin Yuja Wang – zu erleben mit Samuel Barbers Klavierkonzert op. 38, dirigiert von Rattle – sowie den Geigerinnen Isabelle Faust und Janine Jansen, Geiger Augustin Hadelich und den Pianisten Seong-Jin Cho, Yefim Bronfman und Víkingur Ólafsson. Die vielen bemerkenswerten Vokalwerke im Programm des Chefdirigenten werden getragen von so renommierten Gesangssolistinnen und -solisten wie Christian Gerhaher (BRSO barock), Anna Prohaska (in George Benjamins "Picture a Day Like This" in der musica viva) und Barbara Hannigan (in einer Deutschen Erstaufführung von Laura Bowler).

Musikvermittlung "BRSO und du" – mehr als 100 Veranstaltungen

Im Rahmen des Musikvermittlungsprogramms "BRSO und du" spielen Musikerinnen und Musiker auf drei Schultouren bayernweit rund 40 Konzerte mit speziell entwickelten, interaktiven Programmen an Grund- und weiterführenden Schulen. Ein Highlight für Kinder und Familien ist der große BRSO-Familientag im Werksviertel-Mitte am 26. Juni 2027: Sir Simon Rattle und die Mitglieder des BRSO sind dort hautnah in vielerlei Familienkonzerten und Mitmachaktionen zu erleben. Weitere Familienkonzerte in kleineren Besetzungen finden auch künftig in Kooperation mit der Internationalen Jugendbibliothek im Schloss Blutenburg statt.

Das BRSO auf Tournee

Eine 14-tägige Asientournee führt das Orchester mit Simon Rattle im November nach Südkorea, Taiwan und Japan. Weitere internationale und deutsche Gastspielstationen sind Passau, Bamberg, Regensburg, Bad Kissingen, Dortmund, Köln, Mailand, Amsterdam und Wien.

Die Saison 2026/27 beim BR Chor

Die Saison des BR Chores spannt einen Bogen von der Renaissance bis in die Gegenwart zu Schnittke, Pärt, Górecki, Ellington, Talbot und einem neuen Werk von Elsässer. Hochkarätige Partnerorchester und Dirigenten, Tourneen in Bayern und Europa, Bachs Weihnachtsoratorium, konzertante Oper sowie bedeutende Beethoven-Projekte prägen das Programm. Die ganze Vielfalt des Chorgesangs wird aufgefächert – von zarten, leisen Tönen bis zu kraftvollen Klängen, von vertrauten Melodien über swingende Jazzrhythmen bis zu neuen musikalischen Entdeckungen.

Alfred Schnittkes Requiem führt an die Grenze zwischen Tradition und moderner Klangsprache – ein intensives Werk, das die großen Themen von Leben und Tod, Angst und Hoffnung eindringlich hörbar macht. Die Musik von Arvo Pärt und Henryk Mikołaj Górecki wiederum öffnet Räume der Stille und Kontemplation: reduziert, schlicht und doch von großer innerer Tiefe. Mit den Sacred Concerts von Duke Ellington entführen der BR Chor und sein Künstlerischer Leiter Peter Dijkstra das Publikum in die Welt des Jazz. Ellington selbst nannte das Werk, das weit über die Grenzen von Jazz, Kirche und Konzertsaal hinausweist, "the most important thing I have ever done". Besonderes Highlight ist zudem die Uraufführung eines neuen Werkes des in Bayern beheimateten international arrivierten Jazzpianisten und Komponisten Christan Elsässer. In Path of Miracles des Allroundkünstlers Joby Talbot beschreitet Peter Dijkstra mit seinem Chor musikalisch den Jakobsweg. Das Werk verbindet archaische Klangrituale mit minimalistischen Strukturen und extremen vokalen Anforderungen zu einer überwältigenden musikalischen Architektur.

Namhafte Gäste und Partner

Mit dem Ensemble Il Giardino Armonico, der Camerata Salzburg, dem Münchner Rundfunkorchester und der hr Big Band stehen dem Chor exzellente Partner zur Seite. Gäste am Pult sind Giovanni Antonini, Thomas Adès und Howard Arman. Antonini präsentiert mit Werken von Gesualdo, Fontanelli und anderen Meistern Musik der Renaissance, die direkt in die Klangwelt der italienischen Höfe und Kirchen führt. Festliche Stimmung verspricht Bachs Weihnachtsoratorium unter Armans Leitung mit Tenor Julian Prégardien in der Rolle des Evangelisten sowie weiteren Solisten aus dem Ensemble. Mit dem Münchner Rundfunkorchester stehen konzertante Opernaufführungen sowie in der Reihe "Paradisi Gloria" sakrale Musik der Gegenwart auf dem Programm.

Das vollständige Programm und alle Konzerttermine sind den Konzertkalendern auf brso.de und br-chor.de zu finden.

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