Omer Meir Wellber dirigiert Wagners „Tristan und Isolde“
Rückkehr der Inszenierung von Ruth Berghaus an die Hamburgische Staatsoper
Richard Wagners Tristan und Isolde kehrt in der Inszenierung von Ruth Berghaus an die Hamburgische Staatsoper zurück. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber entfaltet sich die Produktion erneut als intensive Auseinandersetzung mit einem der zentralen Werke des Musiktheaters. Im Zentrum der Wiederaufnahme stehen zwei junge Ausnahmesänger in den Titelpartien: Samuel Sakker als Tristan und Allison Oakes als Isolde. Beide prägen mit ihren international gefragten Stimmen die neue Generation des Wagner-Gesangs und verleihen der Produktion eine besondere künstlerische Aktualität. Ohne jedes Pathos, dafür mit großer Intensität, gestalten sie diese anspruchsvollen Partien mit bemerkenswerter Unmittelbarkeit und Natürlichkeit.
An ihrer Seite übernimmt Franz-Josef Selig die Partie des König Marke, eine Rolle, mit der der international renommierte Bass seit vielen Jahren eng verbunden ist und die er nun erneut in Hamburg interpretiert. Weitere Rollen sind mit Christoph Pohl (Kurwenal), Nicholas Mogg (Melot) und Annika Schlicht (Brangäne) besetzt.
Faszinierendes Werk – zeitlose Inszenierung
Was 1988 als Avantgarde-Premiere gefeiert wurde, ist in der radikal veränderten Welt von 2026 weiterhin von außergewöhnlicher Aktualität: Ruth Berghaus’ Interpretation von Richard Wagners Tristan und Isolde verbindet formalen Radikalismus mit großer emotionaler Intensität. Ihre Deutung bewahrt das Oszillierende dieses metaphysischen Werkes und schickt Kurwenal, Brangäne sowie das Liebespaar Tristan und Isolde auf eine berührende Traumreise in den unendlichen Weltraum.
Liebende erscheinen dabei wie Planeten, die einander umkreisen; die Unendlichkeit wird beinahe greifbar, während die Gravitationskräfte ihrer Bindung nicht aufgehoben werden können. Liebessehnsüchte, -qualen und der Liebestod verleihen der menschlichen Existenz Schwere und relativieren sich zugleich angesichts der Größe des Universums.
Omer Meir Wellber, GMD der Staatsoper Hamburg
„Kein anderes Werk hätte sich besser geeignet, um meine erste Saison als Generalmusikdirektor abzuschließen: eine kontroverse Liebesgeschichte, ein kontroverser Komponist und wahrscheinlich die kontroverseste Partitur, die je geschrieben wurde. Ich freue mich sehr darauf gemeinsam mit meinem Orchester tief in diese überwältigend schöne Partitur einzutauchen und die Ohren des Publikums mit Farben und Emotionen zu erfüllen.
Diese Produktion kommt für mich zudem in einem ganz besonderen persönlichen Moment, da ich derzeit an einem neuen Buch arbeite, in dem Wagner und Tristan beide eine große und besondere Rolle spielen.“
Spieltermine
- Wiederaufnahme: So 7.6.2026, 16:00 Uhr
- Weitere Vorstellung: So 14.6.2026, 16:00 Uhr
- Letzte Vorstellung dieser Spielzeit: So 21.6.2026, 17:00 Uhr
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