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Meldung vom 12.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Vom Depot auf die Bühne

Johann Nepomuk Hummels historischer Hammerflügel soll restauriert werden

Ein klingendes Gedenken an ihren Namenspatron plant die Hummel-Gesellschaft Weimar: Bis zum 250. Geburtstag des Pianisten, Pädagogen und Komponisten im Jahr 2028 soll Johann Nepomuk Hummels historischer Hammerflügel restauriert werden. Unterstützt von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, in deren Besitz und Depot sich das Instrument befindet, soll der 1829 gebaute Flügel wieder spielfähig gemacht werden. „Eine Restaurierung des Flügels kann einen Widerhall der faszinierenden Klavier- und Kammermusik Hummels bescheren“, sagt der Weimarer Klavierprofessor Thomas Steinhöfel, der für die Hummel-Gesellschaft eine Spendenaktion für den Flügel angestoßen hat. „Die Klangwelt des frühen 19. Jahrhunderts wird wieder erfahrbar gemacht.“ Das Instrument wurde durch den Klavierbauer Friedrich Fuhrmann hergestellt und ist ein typischer Wiener Hammerflügel der späten 1820er Jahre.

Erhaltende Originalsubstanz spricht für eine Restaurierung

Aktuell wird der Flügel aus Hummels damaligem Besitz im Depot des Hochschularchivs | Thüringischen Landesmusikarchivs an der Weimarer Musikhochschule aufbewahrt. „Obwohl in bedauernswertem Zustand, spricht die weitestgehend erhaltende Originalsubstanz für eine Restaurierung“, erklärt Thomas Steinhöfel. Nach Abschluss der Wiederherstellung sollen auf dem Hammerflügel auch wieder Konzerte erklingen.

Johann Nepomuk Hummel verbrachte die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens (1819-1837) in Weimar. Er war dort als Hofkapellmeister angestellt und hob den hiesigen Standard auf ein europäisches Niveau. Von großer Bedeutung war auch sein Wirken als Komponist, glänzender Improvisator und Pädagoge. Zahlreiche namhafte Pianisten, darunter Ferdinand Hiller und Adolph Henselt, gingen aus seiner Schule hervor.

Spendenaktion für die Restaurierung des Instruments

Die Spendenaktion für den Hammerflügel ist bereits angelaufen. Die Hummel-Gesellschaft Weimar unterstützt die Restaurierung als gemeinnütziger Verein und freut sich über Spenden auf ein Konto bei der Sparkasse Mittelthüringen, IBAN DE 19 8205 1000 0163 1653 35 unter dem Verwendungszweck „Hummel Hammerflügel“.

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