Mozartfest Würzburg 2026 zieht Bilanz
Höchste Besucherzahl und beste Auslastung in der Geschichte des Festivals
Das Mozartfest Würzburg 2026 ist mit einer Rekordbilanz zu Ende gegangen. Mit insgesamt 41.400 Besuchen verzeichnete das Festival die höchsten Besucherzahlen seiner Geschichte und erreichte mit einer Auslastung von 95 Prozent einen neuen Spitzenwert. Insgesamt wurden 27.600 Besuche bei den kostenpflichtigen Veranstaltungen sowie 13.800 Besuche bei kostenfrei zugänglichen Angeboten gezählt. Rund drei Viertel aller Konzerte waren ausverkauft – so viele wie noch nie.
Zu den publikumsstärksten Veranstaltungen zählten erneut die beiden Nachtmusiken im Hofgarten der Residenz Würzburg, die zusammen 7.000 Konzertgäste anzogen. Auch das erste Open-Air-Konzert auf Gut Wöllried erwies sich als großer Erfolg: Das Ukulele Orchestra of Great Britain begeisterte dort über 700 Gäste.
Intendantin Evelyn Meining:
»Das Mozartfest 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, welche Kraft von der Kunst ausgehen kann. Unser Motto ›Beschworene Schönheit‹ war weit mehr als ein Programmtitel: Es wurde zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Suche nach Schönheit als künstlerischer, menschlicher und gesellschaftlicher Erfahrung. Dass sich so viele Menschen auf diese Reise eingelassen haben, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit.«
Internationale Künstlerinnen und Künstler
In 90 Veranstaltungen an mehr als 30 Spielstätten wirkten über 36 Orchester und Ensembles sowie knapp 70 Dirigentinnen, Dirigenten, Solistinnen und Solisten mit. Zu den künstlerischen Höhepunkten der Saison gehörten unter anderem die Dirigenten Reinhard Goebel, Christophe Rousset mit Les Talens Lyriques und Jordi Savall sowie die Solisten Pierre-Laurent Aimard, Nils Mönkemeyer, Jörg Widmann, William Youn und die Sopranistin Christiane Karg.
Als Artiste étoile prägte die Geigerin Tianwa Yang das Festival mit insgesamt 13 Konzerten, darunter die Uraufführung von Jörg Widmanns Jupiter-Etüde am 26. Juni 2026. Ihre Residenz fand ein breites Echo in der überregionalen und regionalen Presse: Der Münchner Merkur urteilte »Weltklasse ist das«, die Süddeutsche Zeitung würdigte ihre »vielseitige musikalische Intelligenz« und ihr »unerschöpfliches spielerisches Vermögen«, während die Main-Post von »purem Leben«, einem »atemberaubenden« Geigenspiel und einem Konzert schrieb, das »bereichernder kaum sein« könne.
Die Artiste d'avenir Leonie Klein entwickelte mit dem M PopUp // Studio für Schönheit und dem Freispiel neue Formate an der Schnittstelle von Konzert, Vermittlung und öffentlichem Raum und prägte mit ihren partizipativen Projekten das Festival weit über die Konzertbühnen hinaus.
Festival in der Stadt
Das Mozartfest war auch jenseits der Konzertsäle im öffentlichen Raum präsent. Der Mozarttag, die Mozartstadt, das M PopUp // Studio für Schönheit, die neue Reihe »Musik zur Mittagszeit« sowie zahlreiche Kooperationen mit Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen erweiterten das Festival um vielfältige Begegnungs- und Vermittlungsangebote und verankerten es noch stärker in der Stadtgesellschaft.
Großen Zuspruch erfuhr im zweiten Jahr ihres Bestehens auch »Eine große Stadtmusik«. Mit 62 Konzerten in 24 Häusern und insgesamt 1.700 Besucherinnen und Besuchern hat sich dieses Format als fester Bestandteil des Mozartfests etabliert. Sie bringt Musik an Orte des täglichen Lebens, schafft neue Begegnungen zwischen Künstlerinnen, Künstlern und Publikum und eröffnet neue Zugänge zur klassischen Musik.
Ausblick
Mit dem Abschluss der Saison richtet sich der Blick auf das Mozartfest 2027, das mit wiederum rund 90 Veranstaltungen am Samstag, den 29. Mai, eröffnet wird und bis zum 27. Juni dauert. Das Festival knüpft dabei an seinen internationalen künstlerischen Anspruch an und präsentiert erneut führende Interpretinnen und Interpreten der klassischen Musik.
Mit der auf Franken fokussierten Partizipationsaktion „Schenk Dir ein Stück Heimat“ lädt das Mozartfest Menschen aus Würzburg und der Region ein, ihre persönlichen Perspektiven auf Heimat in Form von Klängen, Bildern, Texten oder Geschichten einzubringen. Das entstehende vielstimmige Porträt bildet den Auftakt zur nächsten Festivalsaison und verbindet die Stimmen der Region mit einem international ausgerichteten Festivalprogramm.
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