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Meldung vom 02.07.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

75. Internationaler Musikwettbewerb der ARD - Die Jubiläumsausgabe

Vom 30. August bis 18. September 2026 in den Fächern Fagott, Orgel, Schlagzeug, Streichquartett

Seit 75 Jahren reisen jedes Jahr im September herausragende Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker aus aller Welt nach München zum Internationalen Musikwettbewerb der ARD, um sich vor einer Fachjury zu messen. Bei den "Olympischen Spielen der klassischen Musik" (Sir Simon Rattle) gewinnt nicht, wer höher, schneller, weiter performt, sondern wer die überzeugendste künstlerische Darbietung präsentiert.

Björn Wilhelm, Programmdirektor Kultur des Bayerischen Rundfunks:

„Große Karrieren beginnen manchmal mit dem einen Moment, der alles verändert. Seit 75 Jahren schafft der ARD-Musikwettbewerb genau solche Momente für herausragende junge musikalische Talente. Hier betreten die Künstlerinnen und Künstler die internationale Bühne, gewinnen Sichtbarkeit und machen den ersten entscheidenden Schritt auf ihrem Weg. Für die ARD ist dieses Engagement Herzensangelegenheit und gelebter öffentlich-rechtlicher Auftrag zugleich."

Die Jubiläumsausgabe 2026

In diesem Jahr treffen sich 184 junge Musikerinnen und Musiker aus 32 Ländern von vier Kontinenten, um im Wettbewerb ihr Können unter Beweis zu stellen. Nach der reduzierten Ausgabe im Vorjahr zeichnen die Jurys wieder in vier Disziplinen aus: Fagott, Orgel, Schlagzeug und Streichquartett. Mit der Orgel feiert nach 15 Jahren Pause "die Königin der Instrumente" ihr Comeback. Die diesjährigen Auftragswerke komponieren Nina Senk, Enjott Schneider, Johannes X. Schachtner und Camille Pépin.

Für die Jubiläumsausgabe ist der Wettbewerb so präsent wie nie in der Münchner Innenstadt vertreten und hat seine Spielstätten erweitert: Gespielt wird unter anderem im Herkulessaal, der Residenz, im Amerikahaus, in der Jesuitenkirche St. Michael, im Prinzregententheater, an der Hochschule für Musik und Theater sowie im Literaturhaus.

Das finale Preisträgerkonzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Dennis Russell Davies, Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters, findet am 18. September im Herkulessaal statt. Am 7. November wird das 75-jährige Bestehen des Wettbewerbs mit einem Festkonzert im Münchner Prinzregententheater gefeiert – gemeinsam mit ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern wie Sharon Kam, Lukas Sternath und Thomas Quasthoff.

Meret Forster, Künstlerische Leitung des Internationalen Musikwettbewerb der ARD:

"Bei aller olympischen Begeisterung geht es uns im Kern um eine Sache: junge Musikerinnen und Musiker hörbar zu machen. Hier entscheidet weder ein Algorithmus noch eine Klickzahl, sondern eine Fachjury, die ausschließlich auf die künstlerische Darbietung hört. Das ist selten geworden und gerade deshalb so wertvoll. Mit der Medienpower der ARD geben wir den Preisträgerinnen und Preisträgern eine Bühne, die weit über den Konzertsaal hinausreicht. Dies ist in einer Zeit, in der sich die Musikbranche in einer großen Umbruchphase befindet und es Nachwuchstalente immer schwerer haben, sichtbar zu werden, umso wichtiger geworden. Wir sind eine beständige und verlässliche Säule für junge Karrieren."

Der Wettbewerb auf den digitalen Kanälen

Klassische Musik live erleben, wo immer man ist: Der ARD-Musikwettbewerb öffnet im Jubiläumsjahr seine starke digitale Bühne weiter für ein internationales Publikum. Ab den Semifinale übertragen 18 Livestreams im YouTube-Kanal ARD Klassik das Wettbewerbsgeschehen direkt zu den Zuschauerinnen und Zuschauern – ergänzt durch Kooperationen mit der spannenden musikalischen Creator-Szene, wie etwa Organist und YouTube-Creator Paul Fey sowie Multi-Percussionistin Vivi Vassileva, die klassische Musik über ihre eigenen und die Social-Kanäle des Wettbewerbs in neue Räume und zu neuen Zielgruppen tragen.

Martin Grubinger, Schlagwerker und Juryvorsitzender 2026:

"Der ARD-Musikwettbewerb hat internationale Bedeutung: Wer es dort geschafft hat, schafft es überall. Um es mit Frank Sinatra zu sagen: If you can make it there, you‘ll make it anywhere."

In der langjährigen Wettbewerbsgeschichte gab es mehr als 11.000 Teilnehmende und 983 Gewinnerinnen und Gewinner von allen Kontinenten. Insgesamt wurden 89 Auftragswerke vergeben und uraufgeführt. Für viele Preisträgerinnen und Preisträger – wie Mitsuko Uchida, Jessye Norman, Sol Gabetta oder das Quatuor Ébène – wurde die Teilnahme beim ARD-Musikwettbewerb zum Sprungbrett für eine Weltkarriere.

Weitere Informationen

Alle Informationen zu Zeitplan, Teilnehmenden, Wettbewerbsergebnissen und den Preisträgerkonzerten finden Sie laufend aktualisiert unter ard-musikwettbewerb.de.

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