Staatsoper Stuttgart: Erfolgreiche Bilanz der Spielzeit 2025/26
Mehr als 215.000 Besucher und eine Auslastung von insgesamt über 84 Prozent
Mit mehr als 215.000 Besucher und einer Auslastung von insgesamt über 84 Prozent zieht die Staatsoper Stuttgart eine erfolgreiche Bilanz der Spielzeit 2025/26. Insgesamt fanden 322 Veranstaltungen im Opernhaus, in der Liederhalle, in der Jungen Oper im Nord (JOiN) und an weiteren Spielstätten statt. Im Opernhaus selbst waren die Plätze zu 85,7 Prozent besetzt. Den Saisonabschluss bildete am 26. Juli eine besondere Vorstellung von Il barbiere di Siviglia: Im Rahmen der Aktion „Open Opera" ermöglichte die LBBW, Hauptsponsorin der Staatsoper Stuttgart, Eintrittskarten für maximal 20 Euro auf allen Plätzen. Rund 45 Prozent des Publikums waren Neukunden.
Intendant Viktor Schoner:
„Dass ausgerechnet die ‚Open Opera‘ die letzte Vorstellung dieser Saison war, ist doch ein wunderschönes Zeichen für die stetig sich entwickelnde Öffnung des Hauses: Denn sowohl die Bindung unseres treuen Publikums als auch die Gewinnung neuer Zielgruppen liegen uns sehr am Herzen. Dass rund 19.500 Tickets an Schüler, Auszubildende und Studierende gingen freut mich besonders. Wie breit unser Programm inzwischen angenommen wird, zeigt sich auch daran, dass nicht nur klassische Neuproduktionen, sondern auch das Repertoire, experimentelle Projekte wie SANCTA oder I Did It My Way, unsere Crossover-Abende sowie unsere Uraufführungen so gut nachgefragt sind. Neben dem besten Publikum der Welt können wir auch auf zahlreiche Stiftungen und Sponsoren bauen, die unsere Arbeit trotz des herausfordernden Umfelds so loyal unterstützen. Ihnen gilt mein besonderer Dank.“
Neupoduktionen, Repertoire, Uraufführung
Insgesamt sechs Neuproduktionen und 14 Repertoireproduktionen standen in der Saison 2025/26 auf dem Spielplan. Eröffnet wurde die Spielzeit mit der Produktion I Did It My Way mit Musik von Nina Simone und Frank Sinatra. Es folgten unter anderem Janáčeks Die schlaue Füchsin (Regie: Stephan Kimmig, Musikalische Leitung: Ariane Matiakh), Poulencs Dialogues des Carmélites (Regie: Ewelina Marciniak, Musikalische Leitung: Cornelius Meister), Puccinis Turandot (Regie: Anna-Sophie Mahler, Musikalische Leitung: Valerio Galli) sowie die Uraufführung von Sara Glojnarićs erster Oper Station Paradiso (Regie: Anika Rutkofsky, Musikalische Leitung: Peter Rundel). Auch mit Die Meistersinger von Nürnberg erreichten die Regisseurin Elisabeth Stöppler und der Generalmusikdirektor Cornelius Meister überregionale Aufmerksamkeit.
Das Staatsorchester Stuttgart und seine Dirigenten
Das Staatsorchester Stuttgart spielte in der Spielzeit 2025/26 neben den Opern- und Ballettvorstellungen sieben Sinfoniekonzerte in der Liederhalle Stuttgart. Der scheidende Generalmusikdirektor Cornelius Meister hatte für seine Abschiedssaison die ehemaligen Generalmusikdirektoren Sylvain Cambreling, Dennis Russel Davies, Manfred Honeck und Lothar Zagrosek als Gastdirigenten eingeladen. Meister selbst dirigierte an insgesamt sieben Abenden u.a. Richard Strauss‘ Tondichtung Don Juan, Johannes Brahms‘ Ungarische Tänze sowie die Sinfonien 1, 6 und 9 von Gustav Mahler. Dazu engagierten sich die Mitglieder des Staatsorchesters in zahlreichen kammermusikalischen Formaten.
Experimentelles Musiktheater
Auch die Junge Oper im Nord (JOiN) blickt auf eine erfolgreiche Saison mit einer Auslastung von über 84 Prozent zurück. Künstlerisch profilierte sich das JOiN als Ort für experimentelles Musiktheater – nicht nur in der Form, sondern auch im selbstverständlichen Umgang mit Genres, Sprachen und Perspektiven. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Community Building und Partizipation. Mit dem JOiN-Haus entwickelte sich ein offener Kultur- und Begegnungsort weiter; inzwischen hat sich dort eine Stammgruppe von Jugendlichen gebildet, die das Programm des JOiN offiziell mitkuratieren. Auch die Pay-what-you-want-Reihe Abends im JOiN öffnete das Haus regelmäßig für Formate zwischen Performance, Konzert, Gespräch, Körperpraxis und Clubkultur.
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