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Meldung vom 06.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

„Ruhrepos 2.0 27“ im Aalto-Theater

Gordon Kampe komponiert – und steht selbst am Dirigentenpult

Unter dem Titel „Ruhrepos 2.0 27“ wird sich das Aalto Musiktheater in der letzten Premiere dieser Spielzeit am 12. Juni 2027 in besonderer Weise der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet widmen. Für das außergewöhnliche Bühnenprojekt ist dem Essener Opernhaus nun ein besonderer Coup gelungen: Der aus dem Ruhrgebiet stammende und international gefeierte Komponist Gordon Kampe schreibt nicht nur wie bereits angekündigt die Musik für die Uraufführung, sondern wird selbst am Dirigentenpult stehen und die musikalische Leitung übernehmen. Der gebürtige Herner studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen und lehrt heute als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Dem Essener Publikum ist Kampe als Komponist der erfolgreichen Oper Dogville sowie durch mehrere Uraufführungen beim Festival NOW! für Neue Musik bestens bekannt.

Revue mit Witz und Tempo

„Ruhrepos 2.0 27“ geht auf das Jahr 1927 zurück: Damals hatte die Stadt Essen Bertold Brecht und Kurt Weill einen Kompositionsauftrag für ein Stück über das Ruhrgebiet erteilt – und später wieder zurückgezogen. Die beiden Künstler hatten sich jedoch mit dem Thema bereits auseinandergesetzt, was heute ein spannendes Zeugnis darstellt. Gordon Kampe und der in Essen aufgewachsene Regisseur Georg Rootering erzählen das Ruhrepos weiter, fragen sich, wie die Erzählung im Jahr 2027 lautet. Den Abend strukturieren ausgewählte Werke von Kurt Weill, die sich in die Neukomposition von Gordon Kampe eingliedern. Die der Musik zugrunde liegenden Texte bedienen sich sämtlicher Bereiche der Ruhrgebietskultur, sie reichen von Kneipengesprächsfetzen, „Ruhri-Slang“, über Bergmannslyrik hin zu Kochrezepten, Anekdoten und eigens für diesen Abend Geschriebenes. Es entsteht eine Revue, die mit Witz, Tempo, aber auch ernsten Tönen Ereignisse, Entwicklungen und Eigenschaften der sogenannten Metropole Ruhr in den Blick nimmt – von 1927 bis 2027, von Bergbau bis Currywurst.

Karten (€ 17,00-57,00) sind erhältlich im TicketCenter der TUP, II. Hagen 2 (Mo 10:00-16:00 Uhr; Di-Fr 10:00-17:00 Uhr; Sa 10:00-14:00 Uhr), an der Kasse des Aalto-Theaters, Opernplatz 10 (Di-Sa 13:00-18:00 Uhr), telefonisch unter 0201 81 22-200 sowie online unter www.theater-essen.de.

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