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Meldung vom 12.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Camille Saint-Saëns' Oper „Samson et Dalila“ in Schwerin

Halbszenische Produktion am 17. Okt. im Theaterzelt am Küchengarten.

Es muss frustrierend gewesen sein: Trotz der erfolgreichen Uraufführung in Weimar 1877 fand Komponist Camille Saint-Saëns keine weiteren Orte, die seine Oper Samson et Dalila aufführen wollten. Er klemmte sich persönlich dahinter – mit Erfolg: In Schwerin wollte Saint-Saëns Orchester und Geldgeber überzeugen. Später schrieb er selbst: „Ich glaube, die

Aufführung hier ist gesichert. … Das Theater ist schön, das Orchester wunderbar.“

Große Chorszenen, opulente Klänge

Bei so viel Vorschusslorbeeren will auch Dirigent Kiril Stankow nicht zurückstehen: „Ich hatte die Oper bisher nicht gehört, aber nun ist sie meine neue Lieblingsoper“, sagt der in Neubrandenburg geborene Stankow voller Bewunderung. Er sieht in der Aufführung eine Chance für die Zuschauer. „Wir leben in einer Zeit, in der wir Informationen nur noch verarbeiten, aber wir haben kaum noch die Zeit, auch die dazugehörigen Gefühle zu empfinden. ‚Samson et Dalila‘ gibt uns diese Chance. Das Rezipieren eines Kunstwerks bewirkt nicht unmittelbar, dass ein Konflikt überwunden wird. Aber es kann die eigene Sicht auf die Dinge schärfen. Sie präsentiert im Idealfall Gegenpositionen nicht nur informativ oder argumentativ, sondern emotional. Als Rezipient kann man sie erfahren und dadurch nachvollziehen und fühlen.“ So entstünde eine Brücke, wo zuvor nur Gräben waren.

„Leider ist das Land arm, …“

Für diese Brücken war Camille Saint-Saëns auch in seinem Arbeitsleben durchaus bereit, eigene Ansprüche herunterzuschrauben. Neben seinem Lob für Theater und Orchester in Schwerin fügte er damals hinzu: „Leider ist das Land arm, und man darf wegen der Konditionen nicht pingelig sein“. Ob Saint-Saëns am Ende Erfolg hatte mit seinen Bemühungen, ist nicht sicher. So könnte es am 17. Oktober – rund 150 Jahre später – zu einer Premiere kommen, die dem Komponisten zu einer echten Genugtuung gereichen würde.

Camille Saint-Saëns: Samson et Dalila

www.mecklenburgisches-staatstheater.de/programm/samson-et-dalila.html

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Halbszenische Produktion am 17. Okt. im Theaterzelt am Küchengarten.

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