Bridges Kammerorchester erhält den Binding-Kulturpreis 2026
Neue Konzertformate „Points of Views“ in der Saison 2027/28
Im festlichen Rahmen des Kaisersaals im Frankfurter Römer wurde am 27. Oktober 2026 der Binding-Kulturpreis 2026 an das Bridges Kammerorchester und seine Dachorganisation Bridges – Musik verbindet gGmbH verliehen. Der mit 50.000 Euro dotierte Kulturpreis würdigt ein Ensemble, das Musik als verbindende Kraft versteht und mit seiner transkulturellen Arbeit weit über Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet hinauswirkt. Die feierliche Veranstaltung fand im Beisein von Oberbürgermeister Mike Josef statt. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister und einer Ansprache von Marie-Catherine Gräfin Douglas, Vorsitzende des Vorstands der Binding-Kulturstiftung, hielt der Musikwissenschaftler und Sekretär des Kuratoriums der Ernst von Siemens Musikstiftung, Björn Gottstein, die Laudatio auf die Preisträger. Anschließend überreichte Marie-Catherine Douglas den Binding-Kulturpreis an die Gründerinnen und Geschäftsführerinnen des Bridges Kammerorchester Johanna-Leonore Dahlhoff und Anke Karen Meyer. Eine Musikperformance mit Mitgliedern des Bridges Kammerorchester rundete den Abend ab.
Bestätigung des künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements
Oberbürgermeister Mike Josef würdigte das Brigdes Kammerorchester als „Gegenbeweis für den gegenwärtigen Kulturpessimismus” Zugleich unterstrich er die Bedeutung von Zuversicht und Tatkraft mit den Worten: „Wir können das schaffen. Aber lasst uns auch machen.“ Die Auszeichnung versteht das Bridges Kammerorchester als Bestätigung seines
künstlerischen und gesellschaftlichen Engagements. „Wir zeigen, wie positiv man eine Gesellschaft gestalten kann, wenn wir offen und neugierig aufeinander zugehen“, sagte Anke Karen Meyer. „Die Vielfalt musikalischer Identitäten, die um uns herum existiert und die wir fördern und sichtbar machen, ist noch nicht präsent genug, auch wenn wir mittlerweile viele überzeugen konnten. Der Binding-Kulturpreis verdeutlicht dies und hilft uns, diesen Weg weiterzugehen.“
Konzertsaison „Points of Views“
Das soeben mit dem Bindung-Kulturpreis geehrte Bridges Kammerorchester startet am Donnerstag, 5. November 2026 in seine Konzertsaison 2026/27 Points of Views. Fünf neue Konzertformate, unter anderem performativ und ohne Dirigat, ermöglichen vielfältige Perspektiven auf das Konzerterlebnis. Persönliche und digitale Elemente eröffnen neue
Zugänge zur Musik und laden dazu ein, Konzerte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben.
Den Saisonauftakt bildet die Premiere des performativen Konzertabends „Von der Seidenstraße über Venedig nach Konstantinopel“ im Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt. Im weiteren Verlauf der Saison folgen zahlreiche weitere Konzerte, unter anderem in Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Kronberg, Offenbach, Visp (CH), Wiesbaden und Würzburg. In allen Konzertprogrammen bleibt das Orchester sich selbst treu und verbindet in seinen eigenen Kompositionen – teilweise im Kollektiv entstanden – verschiedenste musikalische Traditionen mit gegenwärtigen Perspektiven.
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