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Meldung vom 08.11.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Oper Genf: "Le Nozze di Figaro" in einer Neuinszenierung von Jetske Mijnssen

Prominente Regisseurin, hochkarätiges Ensemble

Zum Jahresende bringt das Grand Théâtre de Genève eine Neuproduktion von Mozarts Le nozze di Figaro heraus. Ausgehend vom historischen Kontext des Werks und seinem vorrevolutionären Klima wählt die niederländische Regisseurin Jetske Mijnssen einen Interpretationsansatz, der die psychologische Zeichnung der Figuren und ihre Beziehungen zueinander in den Mittelpunkt stellt. 2025 inszenierte Mijnssen Parsifal in Glyndebourne, La Calisto in Aix-en-Provence und Ariodante am Royal Opera House in London.

Ausgezeichneter Bühnenbildner

Für diese Oper, in der eine dekadente Aristokratie, blind gegenüber den Ideen der Revolution und unfähig, ihren herannahenden Untergang zu akzeptieren, sich ein letztes Mal einem frivolen Rokoko-Treiben hingibt, entwirft der Genfer Bühnenbildner Étienne Plus die Ausstattung. Sein Bühnenbild für die Uraufführung von Brett Deans Of one blood im vergangenen Mai an der Bayerischen Staatsoper wurde von der Zeitschrift Opernwelt zum „Bühnenbild des Jahres“ gewählt.

Hochkarätiges Ensemble

Am Pult steht die polnische Dirigentin Marta Gardolińska, bis zur Spielzeit 2025/26 musikalische Leiterin der Opéra national de Lorraine; das Orchestre de la Suisse Romande begleitet eine hochkarätige Besetzung. Jarrett Ott, der am GTG in Dido and Aeneas (2024/25) gefeiert wurde, und die australische Sopranistin Siobhan Stagg verkörpern den Grafen und die Gräfin Almaviva. Lauranne Oliva, die bei den Victoires de la musique classique 2024 als „Nachwuchssängerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde, übernimmt die Rolle der Susanna. Als Figaro ist der kanadische Bassbariton Philippe Sly zu erleben, der 2017 als Don Giovanni beim Festival d’Aix-en-Provence und 2019 als Leporello an der Opéra national de Paris auf sich aufmerksam machte und in diesem Jahr bei den Salzburger Festspielen sein vielbeachtetes Rollendebüt als Saint François d’Assise in Messiaens gleichnamiger Oper feierte.

Psychologische Zeichnung der Charaktere

Obwohl er sich gerne als aufgeklärter Aristokrat inszeniert, denkt Graf Almaviva vor allem an sein Vergnügen und missbraucht bereitwillig seine Privilegien – darunter das ius primae noctis, das „Recht der ersten Nacht“. Der eigenen Ehefrau und den Damen seines Standes überdrüssig begehrt er die Zofe Susanna und versucht, sie seinem Diener Figaro auszuspannen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedient er sich der Intrigen von Marcellina und Bartolo. Sein größter Rivale ist der Page Cherubino, der in seiner scheinbar jugendlichen Unschuld mit allen Damen des Schlosses kokettiert.

Bâtiment des Forces Motrices

Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro (Neuproduktion)

Premiere: 13. Dezember 2026, 17:00 Uhr

Weitere Vorstellungen:

Mehr Info: www.gtg.ch/saison-26-27/les-noces-de-figaro/

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