Engagierte Musik: Klaus Ospald
Ein Abend mit dem Komponisten in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Am 18. Oktober 2021 findet um 19 Uhr in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in der Reihe „Engagierte Musik“ ein Gesprächs- und Konzertabend mit dem Komponisten Klaus Ospald statt. Unter der musikalischen Leitung von Peter Hirsch kommt Ospalds Werk a sei – auf Erdhöhe für sechs Klarinetten aus dem Jahr 2014 zur Aufführung. Gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler Christian Holtorf spüren Ospald und Hirsch im Gespräch der Frage nach „Haltung und Kunst“ ebenso nach wie dem Verhältnis von „Kunst und Jetztzeit“.
Klaus Ospald (*1956) studierte Komposition in Detmold und Würzburg, bevor er 1987 ergänzende Studien bei Helmut Lachenmann aufnahm. 2013/14 war er Composer in Residence am Wissenschaftskolleg zu Berlin und 2017/18 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2019 den Happy New Ears Preis für Komposition der Hans und Gertrud Zender-Stiftung, der alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der musica viva und BR-KLASSIK des Bayerischen Rundfunks vergeben wird. Max Nyffeler würdigt Ospalds Werk als „Paradebeispiel einer Kunst, die zwar mit beiden Beinen in der Welt steht, aber nur den eigenen Gesetzen gehorcht ... Wirklichkeitsgesättigt, aber nicht programmmusikalisch und schon gar nicht das, was heute »politisch« genannt wird.“
Mit dem Dirigenten Peter Hirsch (*1956), der nach seinem Studium bei Alfons Kontarsky und Wolfgang von der Nahmer zunächst als Assistent von Michael Gielen an die Oper Frankfurt kam, hat das Werk Ospalds seit Jahren einen engagierten Interpreten. So leitete Hirsch, international für seine Opernproduktionen wie auch seinen Einsatz für zeitgenössische Musik bekannt, bereits 2007 die Einspielung von Ospalds Tschappina-Variationen. Ihm ist auch die Zusammenstellung des ungewöhnlich besetzten Ensembles für diesen Abend zu verdanken: Mit den sechs Klarinettistinnen und Klarinettisten Georg Arzberger, Oliver Klenk, Cansu Yüksel, Stefan Schneider, Julia Gassner und Arabella Purucker geht es für Hirsch mit dem Stück a sei – auf Erdhöhe an diesem Abend darum, „Wege und Umwege der Transformation von Stellungnahme und Haltung in Klang“ zu untersuchen.
Im gemeinsamen Gespräch werden sich Komponist, Dirigent und Kulturwissenschaftler dem Werk, dem künstlerischen Schaffensprozess und nicht zuletzt den Wirkmöglichkeiten von Kunst annähern.
Begrüßung und Einführung in den Abend übernimmt Nikolaus Brass, seit Juli 2021 neuer Direktor der Abteilung Musik der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Engagierte Musik: Klaus Ospald
Montag, 18.10.2021, 19 Uhr
Bayerische Akademie der Schönen Künste, Residenz, Max-Joseph-Platz 3, 80539 München
Weitere Meldungen vom 15.10.2021
- [15.10.2021] Donaueschinger Musiktage in Berlin
-
Omnibus Ensemble aus Usbekistan gastiert mit neuen Werken aus China, Thailand, Bahrain und der Türkei in der Akademie der Künste
- [15.10.2021] Engagierte Musik: Klaus Ospald
-
Ein Abend mit dem Komponisten in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
- [15.10.2021] HfM Detmold präsentiert neue Meisterkonzerte-Saison
-
In sechs hochkarätig besetzten Konzerten präsentiert die Hochschule ein abwechslungsreiches und vielfältiges Programm
- [15.10.2021] Uraufführung im Münchner Künstlerhaus
-
Der Star-Bass-Bariton Tomasz Konieczny singt „Apokalypse“ von Aleksander Nowak sowie die „Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler
