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Meldung vom 24.11.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

"Der Freischütz" erstmals auf der Seebühne

Carl Maria von Webers romantische Oper eröffnet 78. Bregenzer Festspiele

Ein deutschsprachiger Opern-Hit auf der Seebühne, ein Opernthriller der Gefühle im Festspielhaus, zwei Uraufführungen auf der Werkstattbühne, große und kleine Konzerte sowie das Opernstudio, das Opernatelier und drei Mal Schauspiel: Die 78. Bregenzer Festspiele bieten von 17. Juli bis 18. August 2024 fünf Sommerwochen lang ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Programm für mehr als 210.000 Besucher.

Mit Carl Maria von Webers Der Freischütz, eine der populärsten Opern im deutschsprachigen Raum und gleichzeitig ein Werk, das noch nie auf der Bregenzer Seebühne zu sehen war, kehrt Regisseur Philipp Stölzl 2024/25 nach Bregenz zurück. Nach seinem gefeierten Rigoletto, dem Spiel auf dem See 2019/21, ist die romantische Oper rund um den jungen Amtsschreiber Max, der seine Seele für ein irdisches Glück verkauft, bereits die zweite Inszenierung des Münchners am Bregenzer Bodensee. Stölzl zeichnet dabei nicht nur für die Regie, sondern auch für Bühnenbild und Lichtdesign verantwortlich. Es dirigiert Conductor in Residence Enrique Mazzola, der auch bei Rigoletto die musikalische Leitung innehatte. Der Freischütz eröffnet am 17. Juli 2024 die 78. Bregenzer Festspiele.

Für das Spiel auf dem See 2024 sind an 26 Abenden insgesamt 185.000 Tickets aufgelegt (inkl. Generalprobe und Young People’s Night), davon ist derzeit rund ein Viertel gebucht. Insgesamt sind für mehr als 80 Veranstaltungen in der nächstjährigen Festspielsaison rund 213.000 Tickets aufgelegt.

Rossinis „Jugendmeisterwerk“ Tancredi im Festspielhaus

Am 18. Juli 2024 feiert Gioachino Rossinis „Jugendmeisterwerk“ Tancredi im Festspielhaus Premiere. Es ist ein packender Opernthriller der Gefühle, mit dem sich der erst 20-jährige Gioachino Rossini 1813 von Venedig aus an die Spitze der italienischen Komponisten seiner Zeit katapultierte. Obwohl ein Frühwerk, zeugt Tancredi mit seinen schwungvollen Melodien und den rauschenden Finali bereits eindeutig vom musikalischen Einfallsreichtum Rossinis. Inszeniert wird diese Oper über Liebe, Vertrauen und die Unmöglichkeit, in Krisenzeiten glücklich zu werden, von Jan Philipp Gloger. Die musikalische Leitung übernimmt Yi-Chen Lin, die dem Publikum der Bregenzer Festspiele als Dirigentin von Giacomo Puccinis Madame Butterfly in Erinnerung ist.

Menschliche Sprachlosigkeit und geheimnisvolle Wesen auf der Werkstattbühne

Die beiden Uraufführungen Unmögliche Verbindung des tschechischen Komponisten Ondřej Adámek und Hold Your Breath der irischen Komponistin Éna Brennan machen die Werkstattbühne wieder zum einzigartigen Spielort für zeitgenössisches Musiktheater. Unmögliche Verbindung rückt am 27. Juli 2024 das Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation in den Mittelpunkt. In Hold Your Breath, entstanden im Bregenzer Opernatelier in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz, finden sich am 15. August 2024 die Menschen mit einer geheimnisvollen Kreatur konfrontiert, deren Bewegungen alle ergreift und verändert.

Das Musiktheater Unmögliche Verbindung zeichnet in einer Abfolge von Szenen etliche Momente nach, in denen menschliche Kommunikation scheitert, erschwert oder verhindert wird. Sei es im Dialog mit sich selbst, mit einem Gegenüber oder angesichts eines Kollektivs: In Situationen emotionaler Überforderung fühlen sich Menschen oftmals sprachlos. Der deutsche Regisseur und Autor Thomas Fiedler und der tschechische Komponist und Dirigent Ondřej Adámek haben dieses neue performative Musiktheaterwerk eigens für das Ensemble Modern konzipiert und komponiert. Bühne und Kostüm stammen von Christian Wiehle.

Franui zu Gast mit Hotel Savoy: Operettenträume im Exil

In Joseph Roths frühem Roman Hotel Savoy wird die gleichnamige Herberge zur Metapher für eine durch den Ersten Weltkrieg aus den Fugen geratene Welt. Exil und Verlorenheit, Träume und Hoffnungen verbinden in der gleichnamigen Hybridoperette der Musicbanda Franui aber nicht nur die Romanfiguren; auch durch die Lebensschicksale vieler herausragender Komponisten der Zeit zwischen 1900 und 1935 zieht sich eine entscheidende gemeinsame Erfahrung: die Vertreibung durch die Nationalsozialist:innen. Franui hat die größten Hits dieser „Silbernen Operettenära“ musikalisch bearbeitet und „rekomponiert“: So ist eine Musik entstanden, die in Kenntnis dieser Lebensgeschichten anders und aufregend neu gehört werden kann. Premiere von Hotel Savoy, einer Produktion des Schauspiels Stuttgart und der Staatsoper Stuttgart, ist am 21. Juli im Theater am Kornmarkt.

Opernstudio: ironische Situationskomik und lautmalerische Effekte

Mehr als 100 Jahre liegen zwischen Gioachino Rossinis erster öffentlich aufgeführter Oper Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) und dem Einakter Gianni Schicchi aus Giacomo Puccinis Il trittico. Beiden Werken gemein ist ein Gespür für ironische Situationskomik und witzige lautmalerische Effekte. Die Grande Dame der Opernwelt, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, wird diese witzige wie ungewöhnliche Kombination im kommenden Sommer mit den jungen Sängern des Opernstudios in Szene setzen. Am Pult der Brite Leo McFall, Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, der mit diesem Doppelabend erstmals die musikalische Leitung einer Opernproduktion bei den Bregenzer Festspielen übernimmt. Premiere ist am 12. August im Theater am Kornmarkt.

Orchesterkonzerte: beliebte Konzertstücke vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Im Rahmen der 2022 ins Leben gerufenen Orchesterakademie der Bregenzer Festspiele und der Wiener Symphoniker in Zusammenarbeit mit der Stella Vorarlberg Privathochschule arbeiten junge Musiker im Alter zwischen 17 und 27 Jahren mit dem israelischen Dirigenten Daniel Cohen und die Sopranistin Marlis Petersen eine Woche lang an ihrem ersten gemeinsamen Konzert. Auf dem Programm stehen diesmal Arnold Schönberg, Richard Strauss und Béla Bartók, zu hören am 11. August 2024 im Festspielhaus.

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Bereits am Samstag, 25. November sind ab 10.00 Uhr kostenfreie Einlasskarten erhältlich

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