WDR Sinfonieorchester, Kian Soltani und Dirigent Cristian Măcelaru
Konzerte in Köln, Frankfurt, Hamburg und Duisburg
Die 1870er Jahre zählten nicht zu den angenehmsten im Leben von Peter Tschaikowsky. Eine gescheiterte Ehe, strenge Urteile der Musikkritiker und das ständige Bemühen um die Verheimlichung seiner Homosexualität drückten auf die Seele des Komponisten. Dennoch schuf er in dieser Zeit die heitere Variationsreihe über ein „Rokoko-Thema“, das eigentlich keines ist, stammt es doch aus der Feder von Tschaikowsky selbst und wird vielerorts als Hommage an den beschwingten Kompositionsstil Wolfgang Amadeus Mozarts beschrieben. Der Cellist Kian Soltani wird das Werk mit der ihm eigenen tiefen Ausdruckskraft interpretieren und zuvor gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Tschaikowskys melancholisches Nocturne d-Moll vortragen.
Mahlers Fünfte in Köln und auf Kurztournee
Die vor 121 Jahren im Kölner Gürzenich uraufgeführte 5. Sinfonie fand unter der Leitung von Gustav Mahler selbst statt und markierte eine Wende im Schaffen des Komponisten. Musikkritiker stellten schon zu Mahlers Zeit eine neue Technik und einen veränderten Kompositionsstil fest. Erstmals verzichtet der Komponist in diesem Werk auch ganz auf die musikalische Verarbeitung seiner Lieder. Mahlers viel zitiertes Versprechen „Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen“ wird in seiner Fünften vielfach eingelöst.
Unter der Leitung von Cristian Măcelaru spielt das WDR Sinfonieorchester das Programm am Freitag, 23. und Samstag, 24. Januar in Köln und bricht danach zu Gastspielen nach Frankfurt (Alte Oper), Hamburg (Elbphilharmonie) und Duisburg (Mercatorhalle) auf.
