Schönbergs "Gurrelieder" mit Sir Donald Runnicles
Das Konzert ist Teil des Abschieds von GMD Sir Donald Runnicles von der Deutschen Oper Berlin
Am 10. Februar steht mit Arnold Schönbergs Gurreliedern eines der absoluten Gipfelwerke der chorsinfonischen Literatur, das aufgrund seiner immensen Anforderungen nur selten zu erleben ist, auf dem Programm. Neben Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin wirken der Rundfunkchor Berlin sowie als Solisten AJ Glueckert, Felicia Moore, Annika Schlicht, Thomas Blondelle, Thomas Lehman und als Sprecher Thomas Quasthoff mit. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sir Donald Runnicles, die Chöre hat Jeremy Bines einstudiert. Das Konzert findet am 10.2. um 20 Uhr in der Philharmonie statt.
Chorsinfonisches Großwerk
Es begann als Liederzyklus für zwei Stimmen und Klavierbegleitung und wurde ein chorsinfonisches Mammutwerk: Arnold Schönbergs Gurrelieder erzählen, basierend auf Gedichten des dänischen Schriftstellers Jens Peter Jacobsen von der Liebe zwischen Tove und König Waldemar. In den Gurreliedern verbindet Schönberg in der Nachfolge von Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss sämtliche musikalischen Einflüsse der Spätromantik zu einem fast zweistündigen Monumentalwerk, das ein Höhepunkt jener Kunstepoche ist – und zugleich ein Endpunkt: Eigentlich hatte Schönberg in den Jahren der Fertigstellung und Uraufführung der Gurrelieder schon den Schritt in die Atonalität unternommen.
Ende einer Ära
Die Aufführung der Gurrelieder steht zugleich am Ende einer Ära an der Deutschen Oper Berlin, indem sie Teil des Abschieds von Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles sind, der dieses Amt nach 17-jähriger Tätigkeit zum Ende der Saison 2025/26 abgeben wird.
Das Konzert wird live im rbb-Hörfunk auf radio3 übertragen.
