Das Gesamtwerk für Orgel von Maurice Duruflé passt ganz bequem auf eine CD. Mehr hat der ehemalige Titularorganist an der Kirche Saint-Etienne-du-Mont in Paris und Orgelprofessor am dortigen Konservatorium schlicht nicht komponiert. Und selbst mit den Werken, die überliefert sind, haderte Duruflé zuweilen noch. Sei’s drum, man kann letztendlich um jedes Werk froh sein, das seine kompositorischen Selbstzweifel überlebt hat. Zwar ist der stilistische Zuschnitt durchaus eher konservativ, wenn man Zeitgenossen wie Tournemire und Messiaen heranzieht, doch bleibt dieses Werk einzigartig. Die enge Verbindung von Gregorianik und impressionistischer wie modaler Klangwelt ist auch in Verbindung mit der neoklassischen Orgel jener Zeit singulär.