7. Münchner Geigentage - die hohe Kunst des Geigenbaus
Ausstellung, Konzerte, Vorträge vom 6. - 23. Okt. 2022
Geigen- und Bogenbauer aus 30 Werkstätten präsentieren ihre handgefertigten Unikate im Rahmen der 7. Münchner Geigentage einem breiten Publikum. Die außergewöhnliche Werkschau feiert 2022 ihr 25-jähriges Jubiläum und wartet allein schon deshalb mit einer ganzen Reihe von besonderen Programmen, Vorträgen und Konzerten auf. 1997 wurden die 1. Münchner Geigentage von 15 Geigen- und Bogenbauern aus der Taufe gehoben. Sie wollten ihrem Kunsthandwerk eine breitere Bühne geben, denn kaum eine Werkstatt hatte früher ein angegliedertes Ladengeschäft. Die Anzahl der in und um München ansässigen Meister hat sich über die Jahre deutlich vergrößert und der Geigenbau seitdem eine positive Weiterentwicklung durchlaufen. Heute ist München – nach der legendären Geigenbau-Hochburg Cremona – die Stadt mit der weltweit höchsten Dichte an Geigenbauwerkstätten.
Zentraler Ort der 7. Münchner Geigentage: Das Bayer. Nationalmuseum
Vom 6. bis 23. Oktober 2022 findet nunmehr die siebte Ausstellung ihrer Art statt. Austragungsort der hochkarätigen Veranstaltungsreihe unter der Schirmherrschaft der Weltklasse-Geigerin Anne-Sophie Mutter ist zum zweiten Mal das Bayerische Nationalmuseum. Man hätte keinen besseren Ort dafür wählen können, denn das Thema Musikinstrumente gehört zu den vielen Facetten des Museums. Es verfügt über eine bedeutende Sammlung von Streich- und Zupfinstrumenten bayerischer Hersteller und stellt Instrumente aus Privatbesitz der Wittelsbacher Kurfürsten zur Schau. Die modernen Geigen, Bratschen, Celli und Bögen der Münchner Geigentage bilden da einen perfekten Gegenpol – sind sie doch alle auch zum Anfassen und Ausprobieren. Während der Ausstellungszeiten stehen zudem jeweils zwei Geigenbauer für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Werkschau und Konzerte
Drei Wochen lang ist der Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums der Dreh- und Angelpunkt der Münchner Geigentage: Neben der zu den Öffnungszeiten des Museums zugänglichen Werkschau laden die Veranstalter zu einer Reihe hochkarätiger Vorträge und Konzerte ein. Wie bedeutungsvoll die Werkschau geworden ist, beweist die Reihe renommierte Musikerinnen und Musiker, die auch heuer wieder in den abendlichen Konzerten zu erleben sind. Dazu zählen der Violinist Ingolf Turban, der Cellist Maximilian Hornung, das Duo Roland und Cornelia Glassl (Viola/Klavier) und das Jugendorchester Violinissimo Erding. Das Diogenes Quartett eröffnet, den Schlussakkord setzt das Schumann Quartett München. Alle Musiker bringen dabei die in der Ausstellung gezeigten Instrumente zum Einsatz. Die Gelegenheit Meisterinstrumente auszuprobieren und aus erster Hand zu hören, erfreut sicher nicht nur Laienmusiker unter den Besuchern. Auch Berufsmusiker und Studenten bekommen neue Impulse und Informationen. Den Facettenreichtum des modernen Streichinstrumentenbaus zudem in Workshops, Fachvorträgen und Aktionen für Kinder und Musikschulen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wie es die Münchner Geigentage seit nunmehr 25 Jahren tun, ist ein einladendes Best-Practice-Beispiel für eine lebendige, gelebte Handwerkskunst.
- Konzerte im Rahmen der Ausstellung - Gespielt auf Instrumenten und Bögen aus der Ausstellung
- Eröffnungskonzert: Diogenes Quartett
- Donnerstag, 06.10.2022,19.30 Uhr
- Konzert 1: Jugendorchester Violinissimo Erding
- Samstag, 08.10.2022,19.30 Uhr
- Konzert 2: Prof. Ingolf Turban, Violine
- Donnerstag,13.10.2022,19.30 Uhr
- Konzert 3: Prof. Maximilian Hornung, Violoncello
- Samstag,15.10.2022,19.30 Uhr
- Konzert 4: Prof. Roland Glassl, Viola | Cornelia Glassl, Klavier
- Donnerstag, 20.10.2022, 19.30 Uhr
- Abschlusskonzert: Schumann Quartett München
- Samstag, 22.10.22,19.30 Uhr
- Vorverkauf über München Ticket, Erwachsene 20 € /ermäßigt 12 €, Publikumseinlass 30 Minuten vor Konzertbeginn.
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