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Meldung vom 24.04.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Neuer »Lohengrin« an der Wiener Staatsoper

Keine andere Wagner-Oper wurde an der Staatsoper annähernd so oft gespielt oder so oft neu produziert.

Am Montag, 29. April 2024 bringt die Wiener Staatsoper mit Lohengrin ein weiteres Werk von Richard Wagner neu auf die Bühne. Die in Zusammenarbeit mit den Salzburger Osterfestspielen entstandene Produktion wird musikalisch geleitet von Christian Thielemann, der den Lohengrin damit erstmals an der Staatsoper dirigiert. In der Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito stehen David Butt Philip und Malin Byström erstmals als Lohengrin und Elsa auf der Staatsopernbühne; des weiteren sind Anja Kampe als Ortrud, Martin Gantner als Telramund, Georg Zeppenfeld als König Heinrich und Attila Mokus als Heerrufer zu erleben.

Gipfelwerk der musikalischen Romantik

Die anstehende Premierenproduktion ist die elfte Inszenierung von Wagners letzter romantischer Oper im Haus am Ring. Keine andere Wagner-Oper wurde an der Staatsoper annähernd so oft gespielt oder so oft neu produziert. Während die Uraufführung 1850 in Weimar eher auf Ratlosigkeit und Kritik stieß, wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert gerade diese Oper mit ihrer Melodiefülle zum entscheidenden Motor der Durchsetzung des Komponisten auch in breiteren Publikumsschichten.

Bewunderung und Spott

Wagners Lohengrin, ein Gipfel der musikalischen Romantik, gestattet zugleich einen Ausblick in den Abgrund politischer Romantik: Der Narzissmus einer ganzen Nation spiegelte sich im Idealbild des rätselhaften Schwanenritters, der einer bedrängten Jungfrau zu Hilfe eilt und die Einigkeit und Wehrhaftigkeit des Reiches gegen innere und äußere Feinde zu stärken weiß. Seine Mission scheitert jedoch, weil die gerettete Jungfrau dem Anspruch seiner Liebe, die fraglose Hingabe fordert, nicht gewachsen ist und vom Zweifel an seiner Reinheit erfasst wird. Unverstanden zieht er sich aus der Menschenwelt in die Höhenluft seiner tragischen Einsamkeit zurück. Wagner hat hier eine Projektionsfläche geschaffen, in der sich auch Herrscher- und Führergestalten von Ludwig II. bis Adolf Hitler wiederzuerkennen glaubten und deren Aura zugleich die Rollenbilder der patriarchalen bürgerlichen Ehe mythisch zu verklären strebt. Kein zweites Werk Wagners hat ebenso viel gläubige Hingabe erfahren wie kritischen Spott ertragen müssen wie Lohengrin.

Christian Thielemann dirigiert das Werk erstmals an der Staatsoper

Staatsopern-Ehrenmitglied Christian Thielemann zuletzt im Oktober 2023 bei der Wiederaufnahme von Die Frau ohne Schatten bejubelt, dirigiert erstmals im Haus am Ring Lohengrin und fügt somit seinem umfangreichen Staatsopernrepertoire – nach seinem Debüt 1987 mit Così fan tutte dirigierte er hier in weiterer Folge u. a. Premierenproduktionen von Tristan und Isolde, Hänsel und Gretel und Die Frau ohne Schatten, eine musikalische Neueinstudierung von Die Meistersinger von Nürnberg sowie den gesamten Ring des Nibelungen – ein weiteres wichtiges Werk hinzu.

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