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Meldung vom 10.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Abschiedskonzert von Hartmut Höll

Liederabend mit Christoph Prégardien an der Hochschule für Musik Karlsruhe

Hartmut Höll verabschiedet sich am 16. Juni mit Christoph Prégardien im Rahmen eines Liederabends von der Hochschule für Musik Karlsruhe mit einem Programm, das für diesen Anlass passender nicht sein könnte: Schwanengesang. Hartmut Höll ist einer der gefragtesten Liedbegleiter weltweit. Über vier Jahrzehnte ist er im Liedduo der Sängerin Mitsuko Shirai verbunden. Für Mitsuko Shirai und Hartmut Höll war Liedkunst von Anbeginn an immer Kammermusik; so schufen sie 1973 den Begriff Liedduo, der heute weithin verwendet wird.

Gemeinsam haben sie an der Hochschule für Musik Karlsruhe die Liedklasse geleitet. Von 2007 bis 2022 war Hartmut Höll zudem als Rektor für die Hochschule für Musik Karlsruhe verantwortlich und hat unter anderem dafür Sorge getragen, dass die Studierenden nicht mehr in verschiedenen über das Stadtgebiet verteilten Gebäuden unterrichtet werden, sondern stattdessen alles auf dem Campus bei Schloss Gottesaue vereint ist – daher der Name CampusOne.

Prominentes Liedduo

Im Wolfgang-Rihm-Forum standen Christoph Prégardien und Hartmut Höll schon wiederholt gemeinsam auf der Bühne und immer schloss sich eine Meisterklasse Gesang für die Studierenden an. Doch auch andernorts treten sie als Duo auf, etwa bei den Kammerkonzerten der Duisburger Philharmoniker mit Schuberts Winterreise oder bei den Schwetzinger Festspielen 2023 mit Brahms´ Die schöne Magelone. Bei Hartmut Hölls Abschiedskonzert stehen Werke von Franz Schubert und Henri Duparc auf dem Programm. Der Titel „Schwanengesang“, unter dem der Wiener Verleger Franz Schuberts zwischen August und Oktober 1828 komponierten vierzehn letzten Lieder nach Gedichten von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und einem von Johann Gabriel Seidl postum veröffentlichte, war eine kluge Marketingstrategie. Der Titel spielt auf den antiken Mythos an, wonach der Schwan im Sterben seine Stimme zum Todesgesang erhebt. Dass Schubert die Lieder im Bewusstsein des nahen Todes komponiert habe, war eine Legende, geeignet, kaufwillige Neugier beim Publikum hervorzurufen.

Selten aufgeführter Liedkomponist

Henri Duparc (1845-1934) zählt zu den unbestrittenen Meistern der Melodie, der französischen Form des deutschen Kunstliedes, und ist doch hierzulande fast noch ein Geheimtipp unter den französischen Liedkomponisten. Er musste jedoch bereits 1885 sein musikalisches Schaffen wegen eines Nervenleidens ganz aufgeben. Zudem war er extrem

selbstkritisch und hat viele seiner Werke vernichtet. Seine wunderbaren, aber gleichzeitig auch anspruchsvollen Lieder verlangen vom Interpreten sowohl Unbekümmertheit als auch Erfahrung, Expressivität aber auch Zurückhaltung.

Das Konzert ist an der Hochschule für Musik Karlsruhe wie stets zu erschwinglichen Preisen zu erleben. Die Tickets kosten 15 Euro bzw. ermäßigt 10 Euro. hfm-karlsruhe.reservix.de/events

16. Juni | 19.30 Uhr

Wolfgang-Rihm-Forum

Hochschule für Musik Karlsruhe

CampusOne | Am Schloss Gottesaue 7

D-76131 Karlsruhe

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