Miha Zhu (Violine) gewinnt den Bach-Wettbewerb Leipzig 2026
Zweit- und Drittplatzierte kommen aus Frankreich und den Niederlanden
Mit einem festlichen Finale und anschließender Preisverleihung in der Lutherkirche Leipzig endete am 21. März der Bach-Wettbewerb Leipzig 2026. Sechsundzwanzig hochbegabte Violinistinnen und Violinisten aus 14 Nationen wetteiferten seit dem 14. März vor Ort um den begehrten Titel »Bachpreisträger«. Ins Finale zogen davon drei Musikerinnen ein:
1. Preis: Miha Zhu / 29 Jahre / Deutschland / Violine
2. Preis: Céleste Klingelschmitt / 23 Jahre / Frankreich / Barockvioline
3. Preis: Cosima Soulez-Larivière / 29 Jahre / Niederlande / Violine
Die Preisverleihung fand direkt im Anschluss an das Finale durch den Künstlerischen Leiter des Wettbewerbs Michael Maul und den Juryvorsitzenden 2026 Reinhard Goebel statt.
Herausfordernder Wettbewerb
Prof. Dr. Michael Maul: »Das Repertoire, das unser Juryvorsitzender Reinhard Goebel für die ersten beiden Runden des Wettbewerbs herausgesucht hat, war extrem herausfordernd. Durchgesetzt haben sich letztlich drei Geigerinnen, die unterschiedlicher kaum ausfallen könnten. Auf sie wartete im Finale die Kür: Bachs Chaconne, der Mount Everest der Violinmusik – und ein Bachsches Violinkonzert. Ich gratuliere allen drei Bachpreisträgerinnen 2026 und freue mich, dass zahlreiche interessierte Bach-Fans das spannende Finale verfolgt haben – vor Ort in der vollen Lutherkirche sowie weltweit im Livestream.«
Preise und Konzertengagements
Die Hauptpreise sind dotiert mit 20.000 Euro (1. Preis), 10.000 Euro (2. Preis) und 5.000 Euro (3. Preis). Der erste Preis wird von der Sparkasse Leipzig gestiftet, alle Preisträgerinnen und Preisträger sind berechtigt, den Titel »Bachpreisträger« zu führen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderpreise vergeben. Die drei Bachpreisträgerinnen 2026 dürfen sich zudem auf Engagements freuen.
Der Bach-Wettbewerb Leipzig zählt zu den renommiertesten Musikwettbewerben weltweit. Er ist Mitglied der World Federation of International Music Competitions (Genf). Der Wettbewerb wird vom Bach-Archiv Leipzig und der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig veranstaltet, Hauptförderer ist die Sparkasse Leipzig. Der Bach-Wettbewerb Leipzig 2027 findet vom 14. bis 21. März im Fach Gesang statt. www.bachwettbewerbleipzig.de
Kurzbiografien der Bachpreisträgerinnen 2026 im Fach Violine
1. Prreis: Miha Zhu / 29 Jahre / Deutschland / Violine
Ausbildung u. a. bei Viviane Hagner, Marianne Boettcher, Latica Honda-Rosenberg und Eva-Christina Schönweiß an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Seit 2024 studiert sie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Natalia Prishepenko. 2024 trat sie eine feste Stelle bei der Staatskapelle Halle und dem dazugehörigen Händelfestspielorchester Halle an. Künstlerisch geprägt wurde Miha durch die Zusammenarbeit mit Musikern wie Guy Braunstein, Vadim Gluzman, Midori, Leila Josefowicz, Lena Neudauer und Ingolf Turban.
2. Preis: Céleste Klingelschmitt / 23 Jahre / Frankreichh / Barockvioline
Sie studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse in Paris u. a. bei Stéphanie-Marie Degand, Claire Désert und François Fernandez. Sie konzertierte mit dem Simón Bolívar Symphony Orchestra, dem Orchestre Colonne unter Christophe Coin, dem Philharmonischen Orchester Riehen, dem Ensemble La Diane Française und auf dem Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo. Céleste Klingelschmitt besuchte Meisterkurse bei Sophie Gent und Enrico Gatti.
3. Preis: Cosima Soulez-Larivière / 29 Jahre / Niederlande / Violine
Studium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Krzysztof Wegrzyn und an der Kronberg Academy bei Mihaela Martin. Sie besuchte Meisterkurse bei u. a. Antje Weithaas, Andrew Manze und Vadim Gluzman. Sie gewann 1. Preise bei der Bartók World Competition in Budapest 2017 und der Brahms Competition in Österreich 2015. Konzerte führten sie zu den Raderbergkonzerten und zum Kammermusikfest Lockenhaus, sie musizierte mit dem MDR-Sinfonieorchester und Olli Mustonen. Zurzeit ist sie als freiberufliche Musikerin tätig.
