
Naxos 8.559106
1 CD • 64min • 2000
24.04.2002
Künstlerische Qualität:
Klangqualität:
Gesamteindruck:
Aaron Copland (1900-1990) stammte zwar aus Brooklyn, doch er eroberte musikalisch (nicht nur) den Wilden Westen und brachte den amerikanischen Traum zum Tanzen. Seine Ballettmusiken Billy the Kid, Appalachian Spring oder Rodeo waren künstlerisch erfolgreich und obendrein populär. Schließlich ist diese Musik auch ohne Bilder kraft- und stimmungsvoll. Das New Zealand Symphony Orchestra unter James Judd jedenfalls malt die Stimmungen einfühlsam aus; wer will, mag sich dazu seinen imaginären Film denken.
Um einiges abstrakter, aber deshalb nicht spröde, ist Coplands dritte Sinfonie, in deren Scherzo man noch ein Echo der Cowboy-Atmosphäre heraushören kann. Geprägt aber wird diese Sinfonie durch Coplands berühmt gewordene Fanfare for the Common Man, die nicht nur den Schlußsatz bestimmt, sondern sich in Varianten immer wieder findet.
Auch wenn James Judd nicht die persönlich gefärbte Intensität von Leonard Bernsteins Aufnahme dieser Sinfonie erreicht, kann sich diese Einspielung doch hören lassen. Für alle, die einen preiswerten Einstieg in das lohnende Kapitel Aaron Copland suchen.
Rainer Wagner [24.04.2002]
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Komponisten und Werke der Einspielung
Tr. | Komponist/Werk | hh:mm:ss |
---|---|---|
CD/SACD 1 | ||
Aaron Copland | ||
1 | Billy the Kid (Suite) | |
2 | Sinfonie Nr. 3 |
Interpreten der Einspielung
- New Zealand Symphony Orchestra (Orchester)
- James Judd (Dirigent)