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CD-Besprechung

Francesco Molino Chamber Works for Flute, Violin & Guitar

cpo 777 448-2

1 CD • 68min • 2008

12.04.2010

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 7
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Der 1775 geborene Francesco Molino entstammte einer piemontesischen Musikerfamilie und war als Bläser in einer Militärkapelle sowie als Geiger im Orchester des königlichen Theaters Turin tätig, bis er 1818 nach Paris ging und dort eine überaus erfolgreiche Karriere als Gitarrist, gesuchter Lehrer und Komponist begann. Er verfasste eine große Gitarrenschule und wurde als Rivale des zehn Jahre früher ebenfalls aus Italien nach Paris abgewanderten Ferdinando Carulli angesehen.

Die vorliegende Zusammenstellung mischt abwechslungsreich Kammermusikstücke in wechselnder Besetzung, wobei die Gitarre immer mit von der Partie ist: Trios mit Flöte und Bratsche, kleine Nocturnes für Flöte bzw. Violine und auch eine kurze Sonate für Gitarre solo. Molinos Musik ist eingängig und gefällig, angesiedelt zwischen virtuoser Brillanz und romantischer Empfindsamkeit, theatralischer Geste und klassischer Verarbeitung des reichen melodischen Materials.

Die Mitglieder des Ensembles Sérénade à trois, das mit Karl Kaiser, Petra Müllejans und Sonja Prunnbauer drei klangvolle Namen der Alte-Musik-Szene vereint, adeln die Werke durch meisterliches Spiel, das vor allem in den lebhaften Sätzen durch Beweglichkeit und Geschmeidigkeit imponiert. Dabei verwundert es, dass die Artikulation stellenweise doch recht unterschiedlich ausfällt, was nur zum Teil auf das Konto der verwendeten historischen Instrumente geht. Auch hinsichtlich der Phrasierung geht Karl Kaiser mit der Traversflöte gelegentlich eigene Wege, und auf die Dauer nervt sein Nachdrücken auf den langen Tönen. Die äußerst nah mikrofonisierte Aufnahme favorisiert die Flöte, so dass auch das kleinste Atemholen hörbar ist. Dabei läuft die Gitarre immer wieder Gefahr, zu sehr in den Hintergrund zu rücken – was bei dem exzellenten Spiel von Sonja Prunnbauer wirklich schade ist. Besser gelungen ist die Mischung mit den Streichinstrumenten. Hier ergänzen sich das sensible Viola- bzw. Violinspiel von Petra Müllejans und Sonja Prunnbauers ebenso souveräne wie differenzierte Wiedergabe des Gitarrenparts aufs Beste.

Sixtus König † [12.04.2010]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Francesco Molino
1Trio G-Dur op. 4 Nr. 1 für Flöte, Viola und Gitarre 00:14:25
4Nocturne a-Moll op. 37 für Violine und Gitarre 00:06:56
6Nocturne G-Dur op. 38 für Flöte und Gitarre 00:05:27
8Sonate G-Dur op. 6 Nr. 2 für Gitarre 00:09:36
10Trio D-Dur op. 48 für Flöte, Viola und Gitarre 00:14:38
13Grand Trio Concertant e-Moll op. 30 für Flöte, Viola und Gitarre 00:16:39

Interpreten der Einspielung

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