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CD-Besprechung

hänssler CLASSIC 98.608

1 CD • 55min • 2010

03.09.2010

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Bei uns ist Joaquin Turina (1882-1949) vor allem durch seine Klavierkompositionen bekannt geworden, seine Vokalmusik steht hinter diesen jedoch nicht zurück. Allen seinen Arbeiten gemeinsam ist die Huldigung an seine andalusische Heimat und seine Geburtsstadt Sevilla.

Canto a Sevilla op. 37 entstand 1925 als Zyklus von vier Klavierliedern und wurde vom Komponisten kurz darauf instrumentiert und durch drei Orchesterstücke (Preludio-Noche de feria-Ofrenda) ergänzt. Die Lieder geben pittoreske Ansichten der Stadt: eine nächtliche Prozession während der Karwoche, ein kühler Brunnen unter Orangenbäumen und Palmen, eine alte Zigeunerlegende von einem durch die Straßen streifenden Gespenst, der Glockenturm der Kathedrale als Wahrzeichen der Stadt. Erst in der Orchesterfassung entfalten diese Gesänge ihren ganzen mediterranen Zauber.

Auch Poema en forma de canciones op. 19’ lag zuerst in einer Klavierfassung vor und wurde dann für Orchester bearbeitet (UA 1919). Es handelt sich um vier kurze Lieder, in denen die Liebe in verschiedenen Spielarten besungen wird. Ihnen ist eine Orchestereinleitung Dedicatoria (Widmung) vorangestellt. Auch in diesem Zyklus gibt es starke Einflüsse des Flamenco-Stils. Das im Vokalpart reich verzierte Lied Farruca op. 45,1 widmete der Komponist der großen spanischen Mezzosopranistin Conchita Supervia, die auch den Karwochengesang Saeta en forma de Salve op. 60 aus der Taufe hob.

Obwohl die vorliegende Aufnahme nicht den Anspruch einer Erstveröffentlichung erheben kann, füllt sie doch eine Repertoirelücke. Victoria de los Angeles hat Canto a Sevilla bereits zu Beginn der 50er Jahre bei EMI aufgenommen. Die slowakische Nachfolgerin Lucia Duchonová kann daneben in Ehren bestehen, in puncto Musikalität und feiner vokaler Abschattierung sicher eine vorbildliche Künstlerin. Irritierend ist nur ihre Fachbezeichnung „Mezzosopran“, denn die Stimme ist von Klangfarbe und Umfang her eindeutig als Sopran einzuordnen. Die Musiker des NDR treffen unter Leitung des brasilianischen Dirigenten Celso Antunes Turinas Idiom erstaunlich gut.

Ekkehard Pluta [03.09.2010]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Joaquin Turina
1Canto a Sevilla op. 37 00:37:05
8Poema, en forma de canciones op. 19 00:17:05
13Farucca op. 45 Nr. 1 00:03:22
14Saeta, en forma de salve op. 60 00:03:02

Interpreten der Einspielung

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