Rheinberger Festival vom 14. bis 22. März 2026 in Vaduz
Orgelkonzert - Klaviermusik - Kammermusik - Oratorium - Uraufführung
Anlässlich des 125. Todesjahrs von Josef Gabriel Rheinberger initiiert die Internationale Rheinberger Gesellschaft IRG ein einwöchiges Festival in Vaduz, Liechtenstein. Eröffnet wird das Festival am Samstagabend 14.3. mit einem Orgelkonzert in Schaan gespielt vom Orgeldozenten und Vizerektor der Universität Mozarteum Salzburg Prof. Hannfried Lucke.
Am Sonntag 15.3. folgt eine Soiree im Vaduzer Rathaussaal mit dem Klavierduo Jürg & Sandra Hanselmann, den Interpreten der Gesamteinspielung der Klavierwerke Rheinbergers.
Originalwerke für Klavier zu vier Händen und Gesang
Im Zuge des Festivals werden alle Originalwerke Rheinberges für Klavier zu vier Händen zur Aufführung gelangen. Das Duo Hanselmann eröffnet mit den beiden ersten Opera: der B-dur Tarantella op. 13 und dem Zyklus Aus den Ferientagen op. 72. Im selben Konzert erklingen auch Lieder von Josef und Fanny Rheinberger, vorgetragen von der Sopranistin Sinwon Kim, am Klavier begleitet von Jürg Hanselmann. Der Soloklarinettist der Graubündner Kammerphilharmonie, Franco Mettler, wirkt in den Vocalisen für Sopran, Klarinette und Klavier von Jürg Hanselmann sowie in Franz Schuberts Der Hirt auf dem Felsen mit. Prof. Dr. Birger Petersen von der Universität Mainz wird zuvor eine Einführung in Josef und Fanny Rheinbergers Liedschaffen geben.
Kammermusik in verschiedenen Formationen
Am 17. und 18.3. gastieren zwei Ensembles von Weltrang in Vaduz: das Klavierduo Yaara Tal/Andreas Groethuysen und das Minguet Streichquartett. Die beiden Ensembles werden an beiden Abenden zusammen auftreten, einerseits in Brahms’ f-moll Klavierquintett op. 34, andererseits in der Bearbeitung des Mendelssohn Oktetts für Klavier zu vier Händen und Streichquartett durch Carl Borchard. Das Minguet Quartett wird auch Rheinbergers 2. Streichquartett aufführen, das Duo Tal/Groethuysen Rheinbergers Fantasie op. 79 für Klavier zu vier Händen – nebst den vierhändigen Fantasien von Schubert und Czerny. Ein kammermusikalischer Hochgenuss!
Die herausragende junge österreichische Pianistin Hanna Bachmann spielt am Josefstag 19.3. ein Klavierrezital u.a. mit Rheinbergers 4. Klaviersonate, der «Romantischen», dem letzten Klavierwerk Rheinbergers.
Das junge Klavierduo «Crescendo» Kasemann/Schöni wird am 20.3. nebst Schubert und Poulenc Rheinbergers letztes Werk für Klavier zu vier Händen, die große c-moll Sonate op. 122, zum Klingen bringen.
Uraufführung eines neuen Werks von Jürg Hanselmann
Für den Samstag 21.3. ist das größtbesetzte Kammermusikwerk Josef Rheinbergers geplant, das Nonett op.139, dargeboten durch die Kammerphilharmonie Graubünden unter der Leitung ihres Chefdirigenten Philippe Bach. Dem gegenübergestellt wird ein Auftragswerk in gleicher Besetzung des Liechtensteiner Komponisten und Pianisten Jürg Hanselmann, welches an diesem Abend uraufgeführt wird.
Oratorium "Christophorus" zum Abschluss
Den Abschluss bildet am Sonntag 22.3. ein Konzert des Chorseminars Liechtenstein zusammen mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein SOL unter der Leitung von William Maxfield im SAL in Schaan. Dabei wird Rheinbergers Oratorium Christophorus op. 120 zur Aufführung gelangen. Vor dem Oratorium erklingen Werke der Rheinbergerschüler Luise Adolpha Le Beau und Engelbert Humperdinck.
Flankierend dazu findet im März eine Ausstellung zu Rheinberger im Landesarchiv Vaduz statt. Die Konzerte vom 14. und 20.3. sind bei freiem Eintritt und deshalb nicht in der Reservierungsplattform aufgeführt.

