Zu den letzten veröffentlichten Werken des Komponisten Franz Danzi gehörten seine drei Flötentrios op. 71, die er 1824 an seinen Verleger Johann Anton André in Offenbach schickte. Geboren wurde Franz Danzi 1763 in eine Musikerfamilie am Mannheimer Hof, wo sein Vater als Cellist tätig war. Zu dieser Zeit galt der Mannheimer Hof europaweit als Paradies für Musiker – nicht grundlos hatte auch Wolfgang Amadeus Mozart den Versuch unternommen, dort eine Anstellung zu erhalten. Auch der berühmte Musikreisende Charles Burney äußerte sich sehr positiv über den Mannheimer Hof, vor allem die zahlreichen herausragenden Solisten in der Hofkapelle (zu denen übrigens auch Danzis Vater zählte).
Lorenzo Gabriele (Flöte)
Anna Kaiser (Violine)
Johannes Berger (Violoncello)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
38. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd
In dreieinhalb Wochen sind rund 40 Konzerte und Begleitveranstaltungen zu erleben
Konzert beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd, Foto: Hartmut Hientzsch
Vom 17. Juli bis 9. August findet das 38. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd unter dem Motto „Balance“ statt. Zu Gast sind international bekannte Interpreten wie der Windsbacher Knabenchor, das Vokalsextett Lyyra (USA) oder der Bariton Benjamin Appl sowie Ensembles u.a. aus Österreich, Schweden, den Niederlanden, Spanien und Frankreich. In 20 Konzerten bieten sie exklusive Musikerlebnisse in den eindrucksvollen Kirchengebäuden Schwäbisch Gmünds. Der Komponist Thomas Jennefelt erhält am 23. Juli den Preis der Europäischen Kirchenmusik. Das Preisträgerkonzert gestaltet der schwedische Chor „Vokalharmonin“ gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester. [06.04.2026]
Ab der Spielzeit 2026/27 übernimmt sie die Künstlerischen Leitung des StudioV, des Opernstudios der Volksoper Wien
Annette Dasch, Foto: Klaus Weddig
Ab der Spielzeit 2026/27 übernimmt Annette Dasch die Funktion der Künstlerischen Leitung des StudioV, des Opernstudios der Volksoper Wien. Katharina Lischka wird weiter die organisatorische Projektleitung innehaben. Annette Dasch folgt damit auf Maurice Lenhard, der das Studio über vier Jahre hinweg aufgebaut hat und mit Herbst 2026 als Chefdramaturg und Stellvertreter der Intendantin Lydia Steier zur Ruhrtriennale wechseln wird. Im StudioV der Volksoper Wien erhalten sieben internationale Sängerinnen / Sänger und eine Pianistin über zwei Spielzeiten hinweg die Möglichkeit, sich in einem künstlerischen Safe Space weiterzuentwickeln und das Musiktheater neu zu denken. [06.04.2026]
Uraufführung bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik
Johannes Kalitzke, Foto: Manfred Rinderspacher
Am 24. April bringt Florian Hölscher bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik ein neues Klavierwerk von Johannes Kalitzke zur Uraufführung. Viele der Kompositionen von Johannes Kalitzke stehen im Zeichen visueller Assoziationen. Sie trachten nach einer Verräumlichung des musikalischen Geschehens und spielen mit unterschiedlichen Perspektiven und historischen Schichten. So auch sein neues Klavier-Solostück tunnel, blau. [06.04.2026]
Das neue Werk für Mezzosopran und Orchester basiert auf einem Gedicht von Paul Valéry
Manfred Trojahn, Foto: Marco Borggreve
Manfred Trojahn fasst Valérys Text, den er nun in ein rund 25-minütiges Orchesterlied verwandelte, wie folgt zusammen: „Die personifizierte Idee – vielleicht ja die vielbesungene, traditionell immer küssende Muse – fordert den untätigen, ideenlosen Menschen, dem sie sich selbst bestimmt hat, heraus, mit ihrer Hilfe tätig zu werden und das zu vollbringen, von dem er nicht einmal träumte … Sie scheint über ihre Wahl zuweilen selbst erstaunt, denn zu wenig tauglich sind Gesundheit und Nerven des Auserwählten. Aber sie ist sich sicher, dass eben diese Unzulänglichkeiten es sind, die ihrer Mission dienen.“ Am Schluss werden Idee und Mensch zur liebenden Einheit: „Jetzt gehören wir zueinander, wir verschmelzen … Du bist mein Von-mir-Besessener.“ [05.04.2026]
Auch das Jahr 2025 hat wieder zahlreiche empfehlenswerte Einspielungen hervorgebracht. Alle "CDs der Woche" und alle "Klassik Heute-Empfehlungen" finden Sie aufgelistet unter dem Menüpunkt "Medien -> Empfehlungen". Außerdem haben wir wieder eine Best of-Liste mit 30 Einspielungen des Jahres 2025 zusammengestellt, die unsere Rezensenten persönlich ganz besonders beeindruckt haben - besser geht's nicht!
Ferdinand Hiller
Symphony op. 67 »Es muß doch Frühling werden« • Symphony in F minor
cpo 1 CD 555 625-2
Wer sich wegen Richard Wagner mit Franz Liszt und den Propagandisten der „Neudeutschen Schule“ anlegte, hatte hernach einen schweren Stand. Ferdinand Hiller fiel unter deren Verdikt und verschwand zu Beginn des 20. Jhds fast völlig aus dem Repertoire, was bedauerlich ist, da er - ähnlich wie Franz Lachner - eine Brücke vom späten Schubert zu Brahms und Bruckner bildet.
Faszinierend! Nein, das ist nicht etwa Mr. Spocks Reaktion auf ein neues unerforschtes Phänomen im Weltraum, das ist das ehrliche Staunen des Autors beim Hören dieser CD. Dazu gibt es bei der Aufnahme der Matthäuspassion des dänischen Komponisten Bent Sørensen auch allen Grund, denn die Klangwelten, in die Sørensen seine Hörer entführt sind von außerordentlicher Raffinesse. Einerseits denkt man: das kenne ich doch, das hört sich irgendwie bekannt an…. Und tatsächlich: vieles im klanglichen Universum Sørensens wurzelt in spätromantischen Klangmustern.