In ihrem beeindruckenden Debütalbum widmet sich die lettische Pianistin Antonina Suhanova einem der großen Klavierzyklen des 20. Jahrhunderts: den Sonaten Nr. 6 bis Nr. 8 von Sergei Prokofjew. Zwischen 1939 und 1944 entstanden, werden sie als „Kriegssonaten“ bezeichnet. Mit ihren schroffen Themen, herrischen Rhythmen, ausufernden Dimensionen spiegeln sie die Angstgefühle und sozialen Erschütterungen jener Jahre wider. Als Prokofjew 1939 seine Sechste Sonate skizzierte, fielen engste Freunde der stalinistischen Kulturpolitik zum Opfer; Russland stand kurz vor Kriegseintritt – die Welt geriet aus den Fugen.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Die Gewinner des Kissinger KlavierOlymps 2026
Im 24. Wettbewerbsjahr präsentierten sich sechs herausragende Nachwuchstalente
Die Gewinner des Kissinger KlavierOlymps 2026. Foto: Julia Milberger
Am 4. Oktober kürten Jury und Publikum die Gewinner des KlavierOlymps 2026. Im 24. Wettbewerbsjahr präsentierten sich sechs herausragende Nachwuchstalente aus fünf Nationen einer Fachjury und der interessierten Öffentlichkeit, die drei Preise und einen Publikumspreis vergaben. Sasha Stychkina heißt die Siegerin des 24. Kissinger KlavierOlymps. Dies gab der künstlerische Leiter Alexander Steinbeis im Namen der Fachjury nach dem Abschlusskonzert am 4. Oktober bekannt. Die 22-jährige griechisch-russische Pianistin vereint Musikalität, Stilwillen und performative Lust in höchstem Maße. Sie überzeugte die Jury mit ihrem technischen Können, durch Intellekt, Zeitbewusstsein und einer überaus natürlichen Musikalität. [06.10.2026]
Gordon Kampe komponiert – und steht selbst am Dirigentenpult
Gordon Kampe, Foto: Neda Navaee
Unter dem Titel „Ruhrepos 2.0 27“ wird sich das Aalto Musiktheater in der letzten Premiere dieser Spielzeit am 12. Juni 2027 in besonderer Weise der Stadt Essen und dem Ruhrgebiet widmen. Für das außergewöhnliche Bühnenprojekt ist dem Essener Opernhaus nun ein besonderer Coup gelungen: Der aus dem Ruhrgebiet stammende und international gefeierte Komponist Gordon Kampe schreibt nicht nur wie bereits angekündigt die Musik für die Uraufführung, sondern wird selbst am Dirigentenpult stehen und die musikalische Leitung übernehmen. [06.10.2026]
Abschlusskonzert beim Beethovenfest Bonn 2026. Foto: Nekame Klasohm
Ein glanzvoller Neuanfang an historischer Stätte: Das diesjährige Beethovenfest verzeichnet nach der Rückkehr in die gewohnte Hauptspielstätte, die Beethovenhalle, die höchsten Besuchszahlen seit mehr als zehn Jahren. Rund 35.000 Gäste kamen während des vierwöchigen Festivalzeitraums vom 03. September bis 03. Oktober zu den mehr als 100 Konzerten und Veranstaltungen. Beim Abschlusskonzert mit dem BBC Philharmonic Orchestra und der Audi Jugendchorakademie hatte Anja Bihlmaier die musikalische Leitung. [06.10.2026]
Midori beim Kammerkonzert in der Fruchthalle Kaiserslautern
Mit Auftragswerk der Stadt Kaiserslautern von Thierry Escaich
Midori, Foto: Nigel Parry
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026 steht in der Fruchthalle Kaiserslautern ein Repertoire auf dem Programm, das klassisch-romantische Meisterwerke mit einer zeitgenössischen Uraufführung verbindet. Um 19.30 Uhr spilt die weltberühmte Violinistin Midori gemeinsam mit dem Pianisten Özgür Aydin am Klavier Werke von Grieg, Escaich, Mozart und Schumann. Bereits um 18:45 Uhr findet eine Einführung im Roten Saal statt. Am Anfang des Programms steht die Violinsonate Nr. 2 G-Dur op. 13 von Edvard Grieg. Sie wurde im Jahr 1867 komponiert und gilt als eines seiner wichtigsten frühen Meisterwerke. Das Stück entstand kurz nach seiner Hochzeit und sprüht vor Lebensfreude, wobei Grieg klassische Sonatenformen meisterhaft mit Elementen norwegischer Volksmusik und Tanzrhythmen verknüpft. [06.10.2026]
dass das berühmte Aspen Festival in Colorado (USA) 1949 aus Anlass des 200. Geburtstags von Goethe gegründet wurde? Es gehört heute mit mehr als 350 Veranstaltungen und einer Sommerakademie für junge Künstler zu den größten Festivals überhaupt.
„...“
Es gibt keine großen Sänger ohne gute Lehrer. Ohne Elvira de Hidalgo hätte es eine Callas nicht gegeben.