Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Meldung vom 22.07.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Jean-Philippe Rameaus ‚Les Boréades‘ in Oldenburg

Premiere der Deutschen Erstinszenierung am 2. Okt. 2021

Nachdem Jean-Philippe Rameaus letzte Oper Les Boréades jahrhundertelang ein geheimnisumwittertes Schattendasein gefristet hatte, erfährt das Werk nun, mit dem Ablauf überteuerter Nutzungsauflagen und einer wissenschaftlichen Neuedition, seine Renaissance: Am 02. Oktober wird es im Oldenburgischen Staatstheater zum ersten Mal auf einer deutschen Bühne gespielt. Für musikalische Authentizität bürgt u. a. der – jüngst ins Ehrenkomitee der Société Rameau aufgenommene – französische Dirigent Alexis Kossenko. Die männliche Hauptrolle des Abaris singt mit Mathias Vidal einer der derzeit führenden französischen Haute-Contres und mit Michael Metzler sorgt der wohl gefragteste Barock-Percussionist für besondere Soundeffekte. Die Choreographie der BallettCompagnie Oldenburg, die eine wichtige Rolle in der Handlung spielt, liegt in den Händen des aus Paris stammenden Ballettdirektors Antoine Jully.

Das vordergründig harmlos anmutende Libretto birgt zwischen den Zeilen ein mutiges revolutionäres Gedankenspiel des altersweisen Komponisten, der sich im geistigen Umfeld der aufklärerisch agierenden Enzyklopädisten und Freimaurer bewegte. Diese Erkenntnis ist essentiell für die Inszenierung durch Christoph von Bernuth.

Entdeckung der Oper in der Pariser Nationalbibliothe

Im Jahre 1763 schloss der fast achtzigjährige Rameau mit der Tragédie Les Boréades sein Opernschaffen ab, doch aufgrund ungeklärter gesellschafts- und kulturpolitischer Wirren kam das Werk – trotz bereits begonnener Proben – nicht zur Aufführung und versank für lange Zeit in der Pariser Nationalbibliothek. Erst in den 1970er-Jahren wurde es durch John Eliot Gardiner der Vergessenheit entrissen: Gespielt wurde fortan aus Notenmaterial, an dem sich ein findiger Geschäftsmann die Rechte sicherte und teuer bezahlen ließ. So konnte das Werk auch nach seiner Wiederentdeckung jahrzehntelang nicht problemlos auf die Opernspiel- pläne gesetzt werden, da nur finanzkräftige Opernhäuser oder Festspiele sich dieses teure Vergnügen leisten konnten.

Les Boréades in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere der Deutschen Erstinszenierung:

Sa 02.10.2021, 19.30 Uhr, Großes Haus, weitere Termine: 6.10, 8.10., 9.10., 12.10., 28.10., 29.10., 31.10.; 3.11., 4.11., 19.11. und 20.11.2021.

Weitere Meldungen vom 22.07.2021

[22.07.2021] Die neue Saison der Bamberger Symphoniker

Den Saisonauftakt gibt das Orchester Anfang September beim Lucerne Festival

[22.07.2021] Jean-Philippe Rameaus ‚Les Boréades‘ in Oldenburg

Premiere der Deutschen Erstinszenierung am 2. Okt. 2021

[22.07.2021] Klarinettist Thorsten Johanns bei den 61. Weimarer Meisterkursen
[22.07.2021] Start der 30. Internationalen Fredener Musiktage

An zehn Tagen präsentiert das Festival Konzerte diverser Genres

Anzeige

Weitere Meldungen der letzten 14 Tage

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige