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Meldung vom 15.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Bayerische Staatsoper erinnert an Bruno Walter

Der Dirigent war von 1913 bis 1922 einer der prägndsten Generalmusikdirektoren des Hauses

Am 15. September 2026 jährt sich der Geburtstag von Bruno Walter zum 150. Mal. Die Bayerische Staatsoper nimmt dies zum Anlass, an einen der prägendsten Dirigenten ihrer Geschichte zu erinnern, der hier von 1913 bis 1922 als Generalmusikdirektor wirkte. Bruno Walter wurde am 15. September 1876 in Berlin geboren und wuchs in einem musikaffinen Elternhaus auf. Bereits als Dreizehnjähriger trat er als Wunderkind am Klavier mit den Berliner Philharmonikern auf, bevor ihn ein Dirigat Hans von Bülows zur Überzeugung brachte, selbst Dirigent werden zu wollen. Prägend für seinen weiteren Weg wurde die Begegnung mit Gustav Mahler 1894 in Hamburg: Walter wurde dessen engster Vertrauter und später einer seiner wichtigsten Sachwalter – so leitete er 1911 in München die postume Uraufführung von Mahlers Lied von der Erde.

Wichtige Jahre mit Erst- und Uraufführungen

1913 übernahm Walter die Position des Generalmusikdirektors am Königlichen Hof- und Nationaltheater München. Diese Jahre bezeichnete er rückblickend als seine „große Zeit am Theater“ – insbesondere sein Verständnis von Mozart vertiefte sich in München entscheidend, weg vom „Rokoko“-Bild hin zu einem, wie er es selbst nannte, „Shakespeare der Oper“. Walter dirigierte in dieser Zeit unter anderem die Münchner Erstaufführungen von Richard Strauss' Frau ohne Schatten und der Ur-Ariadne sowie 1917 die Uraufführung von Hans Pfitzners Palestrina.

Emigration in die USA

Die anfänglich glückliche Zeit wurde jedoch zunehmend von antisemitischen Anfeindungen überschattet, die auch von Teilen der Münchner Musikkritik ausgingen. 1922 verließ Bruno Walter München, 1933 nach der nationalsozialistischen Machtergreifung das Deutsche Reich, 1938 emigrierte er schließlich in die USA. Nur einmal noch, am 2. Oktober 1950, kehrte er für ein Konzert mit dem Bayerischen Staatsorchester nach München zurück – eine Aufnahme des Konzerts steht auf Staatsoper.tv zur Verfügung. Der Bruno-Walter-Saal als großer Proberaum des Bayerischen Staatsorchesters erinnert bis heute an den prägenden Generalmusikdirektor.

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