Internationale Händel-Festspiele Göttingen vom 14.- 25. Mai 2026
Der Vorverkauf für sämtliche Veranstaltungen beginnt am 13. Februar 2026
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen stehen 2026 unter dem Motto "Verlockung". An zwölf Festspieltagen rund um Christi Himmelfahrt und Pfingsten vom 14. bis 25. Mai lockt eines der weltweit ältesten Festivals für Barockmusik mit 96 Veranstaltungen, zu denen rund 550 Künstlerinnen und Künstler in die Universitätsstadt an der Leine kommen. Intendant Jochen Schäfsmeier erläuterte das Motto bei der Programmvorstellung am 4. Februar in Göttingen so: „Verlockung wird bei den diesjährigen Festspielen in verschiedenen Formen thematisiert: Bei der Festspieloper Deidamia erscheint sie als menschlicher Konflikt um Liebe oder Ruhm, im Messiah als spirituelle Hoffnung und bei Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten als gefährliche Täuschung. So zeigen die drei Werke, wie unterschiedlich musikalische Verlockung zwischen Zerstörung, innerer Spannung und Sinnstiftung gestaltet sein kann.“
Oper und Oratorium
Im Zentrum steht erneut die Festspieloper. Mit Deidamia (Premiere am Fr., 15.5.) steht in diesem Jahr als Koproduktion mit der irischen Wexford Festival Opera die letzte der 42 Opern Georg Friedrich Händels auf dem Programm, inszeniert und dirigiert vom Künstlerischen Leiter der Festspiele George Petrou. Einmal mehr kommen dazu international gefeierte Sänger wie Bruno de Sá, Sophie Junker oder Nicolò Balducci ins Deutsche Theater Göttingen. Das wohl bekannteste unter Händels Oratorien, Messiah, wird mit dem NDR Vokalensemble und in ebenfalls herausragender Solistenbesetzung in der Stadthalle Göttingen zu erleben sein (Sa., 23.5.).
Kammerkonzerte
In zahlreichen Kammerkonzerten in Göttingen und in der Region loten die Händel-Festspiele auch in diesem Jahr wieder die Vielfalt der Barockmusik aus. Die Blockflötistin Dorothee Oberlinger gibt sich erneut die Ehre: Gemeinsam mit ihrem Ensemble 1700 und dem Sopranisten Bruno de Sá gestaltet sie eines der Stiftungskonzerte in der historischen Aula der Universität am 22. Mai; zuvor wird sie bereits als Solistin in einem der kostenlosen Lunchkonzerte in der St. Johannis-Kirche zu erleben sein.
In der Universitätskirche St. Nikolai widmet sich Blockflötist Erik Bosgraaf mit dem Ensemble filoBarocco den Einflüssen aus polnischer Volksmusik, die Georg Philipp Telemann in seinem vielschichtigen Werk verarbeitet hat. Und in der Aula der Universität gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Künstlerischen Leiter der Festspiele: Cembalist Laurence Cummings tritt gemeinsam mit der Flötistin Rachel Brown im letzten der Stiftungskonzerte auf, die mit einem historischen Konzertprogramm von 1865 von Shunske Sato und Shuann Chai eröffnet werden.
Besondere Formate
Mit außergewöhnlichen Konzertformaten blicken die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen über den Tellerrand der Barockmusik hinaus und machen so ein attraktives Angebot auch an diejenigen, die bislang noch nicht den Weg zu den Festspielen gefunden haben. Bei Händel jazzt! trifft in diesem Jahr u.a. der Kasseler Saxophonist Ulli Orth auf den Lautenisten Andreas Düker. Im Sunrise-Konzert begrüßt die Gitarristin Carlotta Dalia am Pfingstmontagmorgen ab 5 Uhr die aufgehende Sonne. Und bei Lesung, Wein & Musik verbinden die Schauspielerin Andrea Strube und die finnische Akkordeonistin Heli Siekkinen Geschichten aus Tausendundeiner Nacht mit Weingenuss und Musik.
Der öffentliche Vorverkauf für sämtliche Veranstaltungen beginnt am 13. Februar.
Tickets sind erhältlich online unter www.hndl.de sowie an folgenden Vorverkaufsstellen in Göttingen:
Tourist-Information, Markt 8
Deutsches Theater Göttingen, Theaterplatz 11
und deutschlandweit an allen öffentlichen Eventim-Vorverkaufsstellen.
