Berliner Operngruppe & Felix Krieger mit Opernrarität
Wiederentdeckung von Alberto Franchettis "Fior d’Alpe"
Nach der budgetbedingten Pause im vergangenen Jahr haben es Felix Krieger und die Berliner Operngruppe geschafft, genug Gelder zur Wiedererweckung unbekannter Werke zu sammeln, diesmal für die deutsche Erstaufführung von Alberto Franchettis Fior d’Alpe. Das Material zur 1896 an der Scala uraufgeführten Oper war im Krieg vernichtet worden und wurde anhand einer in Washington wiedergefundenen Kopie der Partitur neu ediert. Sie wird am 19. Mai im Berliner Konzerthaus nicht nur – in der seit 2010 bewährten Weise der Berliner Operngruppe – halbszenisch aufgeführt, sondern auch aufgezeichnet, erstmals, da dieses Werk bisher noch nicht eingespielt worden ist.
Engagierter Opern- und Konzert-Dirigent
Der unermüdliche und leidenschaftliche Einsatz von Felix Krieger lohnt sich nicht nur für die Opernwelt: in Berlin war der Dirigent zuletzt auf Einladung der Berliner Philharmoniker mit dem Kyiv Symphony Orchestra zu erleben. Es war beeindruckend zu sehen, wie Krieger in Schumanns „Rheinischer“ Strukturen aufzeigt und gleichzeitig musikantisch Bögen gestaltet und dabei den Orchestermitgliedern Sicherheit und Ruhe gab, so dass diese im Laufe des Konzerts sichtlich aufblühen und über ihre Sorgen hinauswachsen konnten.
Der komponierende Dirigent und Entdecker Felix Krieger wird von der Fachwelt gefeiert: Seine Donizetti Uraufführung Dalinda z. B. war ein „Coup, großartig realisiert (…) Irrwitziger Jubel der Belcanto-Fetischisten, zu denen ich auch wohl werde“ (Deutschlandfunk). Er hat sein Handwerk bei Größen wie Claudio Abbado und Carlo Maria Giulini gelernt und sich italienisches Repertoire mit seinem ursprünglich an Bach, Mozart und Beethoven geschulten Verständnis erarbeitet – zuletzt dirigierte er u. a. Mozarts Le Nozze di Figaro in Palermo, Prokofjews Liebe zu den drei Orangen in Seoul und Mozarts Zauberflöte an der Semperoper Dresden.
