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CD-Besprechung

Schweizer Lautenmusik der Renaissance

Musikszene Schweiz MGB CD 6198

1 CD • 58min • 2002

28.01.2003

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Im eigentlichen Sinn gibt es keine „echte“ Schweizer Lautenmusik mit langer Tradition, so wie die italienische mit Komponisten wie Francesco da Milano, oder die englische Lautenmusik mit dem so überaus wegweisenden John Dowland. Vielmehr basieren einige Sätze aus Schweizer Lautenhandschriften auf weit verbreiteten Tänzen wie z.B. dem Benzenauer, die ihren Ursprung in der Schweiz haben. Die Laute war im 16. und 17. Jahrhundert das Modeinstrument par excellence. Sie war sowohl bei Hofe als auch beim gemeinen Volk äußerst beliebt und war häufig als Solo-Instrument zu hören. Sie wurde aber auch im Lautenduett oder zur Liedbegleitung eingesetzt. Durch den Einsatz verschieden gestimmter Lauten (in G und A), aber auch zur Lautenfamilie zählender Instrumente wie Mandora, Bandora und einer Quinterna, stellt der ausführende Lautenist Christoph Greuter eindrucksvoll unter Beweis, wie vielschichtig die Lautenmusik der Renaissance war. Im Lautenduett mit Julian Behr vermag er genauso zu überzeugen, wie als Liedbegleiter von Ulrike J. Hofbauer, deren Sopran für Alte Musik geradezu prädestiniert erscheint (vergleiche Tr. 25, das Kappelerlied: Herr nun heb den Wagen selb). Schweizerisch anmuten soll auch der Appenzeller Kureien. Hier improvisiert Greuter auf einer Bandora; durch ihren metallischen Klang versprüht sie ihren ganz eigenen Reiz. Im Gegensatz zur Bandora klingt die Mandora eher wie eine Barockgitarre, schön zu vergleichen in Track 29 Welsch giger lied.

Das Booklet der CD ist sehr ausführlich und mit den jeweiligen Quellenangaben der verwendeten Lautentabulaturen versehen. Der Klang der verschiedenen Instrumente ist sehr präsent; er wurde bei der Aufnahme sehr natürlich eingefangen.

Andreas Paar [28.01.2003]

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