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CD-Besprechung

cpo 999 289-2

1 CD • 66min • 1991, 1992

26.10.2004

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Joachim Raffs sinfonische Werke sind in den letzten Jahren (wieder) entdeckt worden, und so kamen und kommen nach und nach alle Sinfonien auf den Markt. Das eigenartige ist, daß das neue Interesse für den Sinfoniker Raff eher eine Sache der Tonträgerindustrie zu sein scheint, denn im Konzertsaal taucht diese zum Teil eigenwillige Sinfonik des 19. Jahrhunderts nur selten oder gar nicht auf.

Was Richard Strauss die Alpensinfonie, ist Raff die Sinfonie In den Alpen. Doch im Gegensatz zu Strauss, der in seinem klangschillernden Werk den großen Bogen vom Aufstieg über die Gefahren und Erhabenheiten des Berges bis hinunter zum Abstieg spannt, macht Raff die Reflexion eigener Bergerfahrungen zum Gegenstand seiner Sinfonie. So wechseln einsames Wandern (1. Satz) und Ausruhen (3. Satz Am See) mit gesellig-folkloristischen Momenten, die sich im Innenraum (2. Satz In der Herberge) und im Freien (Beim Schwingfest) ereignet haben könnten“, wie Matthias Wiegandt im Beihefttext betont.

Werner Andreas Albert, einer der interessantesten Dirigenten der „zweiten Reihe“, hat sich immer auch für Musik jenseits des gängigen Repertoires eingesetzt. Bei Raff hat er mit der Philharmonia Hungarica eine gute Hand. Das Orchester musiziert präzise, animiert und intensiv im Klang, ohne Schwere und falsches Schwelgen. Im Larghetto (3. Satz) schlägt Raff Töne an, die durchaus an Strauss’ Alpensinfonie denken lassen.

Für seine Ouvertüre Zur Jubelfeier der 25-jährigen Regierung Sr. Hoheit des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Adolf Herzogs von Nassau von 1864 wählte Raff als Grundlage die verbreitete Hymne Heil dir im Siegerkranz oder auch God save the King. Es ist ein etwas lang (15:40) geratenes Gelegenheitswerk mit Niveau, an dessen Ende die Hymne jubelnd erneut erklingt.

Merkwürdig nur, daß diese 1991 und 1992 im Recklinghausener Festspielhaus entstandene Aufnahme erst jetzt, 12 bzw. 13 Jahre später auf den Markt findet. Vielleicht bedurfte es des Impulses der rührigen Firma cpo. Jedenfalls ist eine solche Aufnahme allemal interessanter als die x-te eines der bekannten Schlachtrösser des Repertoires.

Dr. Helge Grünewald [26.10.2004]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Joseph Joachim Raff
1Sinfonie Nr. 7 B-Dur op. 201 (In den Alpen)
2Jubelouvertüre op. 103 (1864/1865)

Interpreten der Einspielung

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