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CD-Besprechung

The Romantic Cello Concerto Vol. 1

Hyperion CDA67544

1 CD • 69min • 2004

31.10.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Klassik Heute
Empfehlung

Drei Cellokonzerte (auch wenn nur eines von ihnen explizit diesen Titel trägt), entstanden in einem Zeitraum von fünf Jahren knapp um 1900 herum – eine reizvolle Programmidee, die eine Fülle herrlicher, wenig bekannter Musik erschließt und zudem Gelegenheit zu vielfältigen Vergleichen bietet. Alle drei Komponisten waren gleichzeitig als Instrumentalisten berühmt – d’Albert und Dohnányi als Pianisten und Enescu als Geiger. Letzterer beherrschte auch das Violoncello, doch seine Kollegen waren ebenfalls mit dem Instrument und seinen Möglichkeiten bestens vertraut, wie die wirkungsvolle Gestaltung des Soloparts und seine Einbettung in das Orchester in allen Fällen verrät. Alle drei Kompositionen sind einsätzig, lassen jedoch in unterschiedlichem Maße überkommene drei- oder viersätzige Formen durchschimmern.

Am weitesten entfernt sich George Enescu in seiner weiträumigen Ausformung der Themen, seiner aparten Harmonik und der geradezu rhetorischen Verarbeitung des Materials seiner zweiteilig angelegten Sinfonia concertante von tradierten Mustern. Weitgehend romantischer Ausdrucksmittel bedient sich Eugen d’Albert, der in seinem dreiteilig nach dem klassischen Schema angelegten Konzert immer wieder dem Solocello die Holzbläser als Dialogpartner zugesellt. Diese präsentieren entgegen aller Gepflogenheit gleich zu Beginn das Hauptthema, von Arpeggios des Solisten sanft umspielt. Ein stürmisches, brillantes Finale beschließt das einprägsame Werk. Ernst von Dohnányis Konzertstück verbindet formale Abgerundetheit mit einer flüssigen, eleganten Schreibweise. Eingängige Melodik, ein wundervoll lyrischer, ausgesprochen dankbarer Solopart und eine feine, farbige Orchesterbehandlung charakterisieren dieses überaus ansprechende Werk.

Alle drei Werke setzen auf poetischen Gehalt statt auf cellistischen Exhibitionismus, was der Solist Alban Gerhardt, der über einen berückenden Ton und makellose Technik verfügt, eindringlich zur Geltung bringt. Auch das Schottische BBC Orchester unter Carlos Kalmar vermeidet jedes Auftrumpfen und gestaltet seinen gleichberechtigten Part geschmeidig und sensibel.

Sixtus König † [31.10.2005]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ernst von Dohnányi
1Konzertstück D-Dur op. 12
George Enescu
2Symphonie concertante b-Moll op. 8
Eugène D' Albert
3Violoncellokonzert C-Dur op. 20

Interpreten der Einspielung

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