Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

CD-Besprechung

OehmsClassics OC 555

1 CD • 66min • 2001-2004

05.01.2006

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7
Klangqualität:
Klangqualität: 5
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Die größere Aufmerksamkeit verdient bei dieser CD das „kleinere“ Stück, die Böhmische Suite. Dvoáks Ouvertüren, sinfonische Dichtungen, aber eben auch Werke wie die beiden Serenaden und die Böhmische Suite bilden wertvolle Ergänzungen zur Orchestermusik, wie wir sie aus den Sinfonien kennen. Die Böhmische (oder auch Tschechische) Suite, 1879 in Prag entstanden, sollte ursprünglich eine weitere, dritte Serenade werden – nach der Besetzung für Streicher (e-Moll) und für Bläser mit Violoncello und Kontrabass (op. 44) instrumentierte der Komponist das Werk für Sinfonieorchester. Die Suite verarbeitet die typischen böhmischen Volkstänze Sousedská (Gevattertanz) und Furiant. Ihr Reiz liegt aber in der anspruchsvollen sinfonischen Konzeption, die Romanze (4. Satz) würde jeder Sinfonie zur Ehre gereichen.

Dvoáks populärste Sinfonie, die neunte, erklingt in einer gewiss nicht schematischen und routinierten Deutung, sondern klug disponiert in Tempo, Klang und Dynamik. Es wird klassisch und diszipliniert musiziert, frei von Sentimentalität, doch noch im Finale allenfalls kraftvoll und zupackend und nicht furios oder gar feurig. Auf der Strecke bleibt das Raffinement und die knisternde Spannung. Diese Aufführung geht leider nie unter die Haut.

In der Suite erschließen sich mehr als in der Sinfonie die Qualitäten der Slowakischen Radio-Sinfoniker. Jedenfalls entfalten sie hier mehr böhmischen Klang, individuelle Zeichnung und auch jene Art von temperamentvollem Zugriff, die dem Werk gut tut.

Die Einspielung ist technisch auf unterschiedlichem Niveau. Das Klangbild der Sinfonie ist verschwommen, unpräzise, wenig durchsichtig, nicht direkt und teilweise dumpf. Die Suite klingt ganz anders: sehr präsent, sehr differenziert, durchsichtig. Gesamtklang und Detail sind sehr gut balanciert.

Dr. Helge Grünewald [05.01.2006]

Anzeige

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Antonín Dvořák
1Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95
2Tschechische Suite d-Moll op. 39

Interpreten der Einspielung

Vorherige ⬌ nächste Rezension

01.09.2001
»zur Besprechung«

 / Philips
" / Philips"

01.10.2000
»zur Besprechung«

 / Teldec
" / Teldec"

zurück zur Liste

Das könnte Sie auch interessieren

02.09.2020
»zur Besprechung«

Antonín Dvořák • Akira Ifukube, Andrea Battistoni #1
"Antonín Dvořák • Akira Ifukube, Andrea Battistoni #1"

26.07.2019
»zur Besprechung«

Antonín Dvořák, Symphony No. 9 E minor "From the New World" and other works / Tacet
"Antonín Dvořák, Symphony No. 9 E minor "From the New World" and other works / Tacet"

28.11.2018
»zur Besprechung«

Brahms - Dvořák / Tudor
"Brahms - Dvořák / Tudor"

10.06.2017
»zur Besprechung«

Tiroler Beethoventage 2009-2015, Das Konzert vom 19. Mai 2010 / Da Capo
"Tiroler Beethoventage 2009-2015, Das Konzert vom 19. Mai 2010 / Da Capo"

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige