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CD-Besprechung

Maurice Ravel

Complete Works for Solo Piano

Coviello Classics COV 91910

2 CD • 2h 22min • 2016, 2018

20.08.2019

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Knapp zweieinhalb Stunden, länger dauert das Gesamtwerk für Klavier von Maurice Ravel nicht. Das mutet fast schon übersichtlich an, zumal es ganz bequem auf eine handelsübliche Doppel-CD passt. So weit so gut. Der Pianist Alfonso Gómez hat selbiges nun eingespielt, auch das ist zunächst einmal nichts Besonderes, Einspielungen gibt es eigentlich mehr als genug. Und doch ist es für Pianisten immer wieder reizvoll, sich der Herausforderung zu stellen. Denn darum handelt es sich bei Ravels Klavierwerk ganz gewiss. Zwar gibt es auch einige ausdrücklich für ambitionierte Nicht-Profis taugliche Werke, doch der größte Teil erscheint mit seinen schier unüberwindlichen technischen Hürden kaum erreichbar für Normalsterbliche.

Das nötige technische Rüstzeug hat Gómez zweifellos. Er spielt Ravel mit gehöriger Brillanz, großer Versiertheit und virtuosem Aplomb. Unter seinen Händen klingt alles so federleicht und elfengleich, dass man kaum auf die Idee käme, Gaspard de la Nuit oder La Valse gehörten zu den schwierigsten Klavierwerken überhaupt. Gómez Ravel ist dabei erstaunlich unprätentiös und uneitel. Hier ist zweifellos ein pianistisches Schwergewicht am Werk, das selbiges aber nicht über Gebühr zeigt, jedenfalls nicht mehr als nötig. Denn ein bisschen Effekt und Show muss natürlich sein, aber Extravaganzen, Extreme oder Manieriertheiten sucht man hier vergebens.

Gómez arbeitet sich gewissenhaft an Ravels klanglichen Subtilitäten und den technischen Herausforderungen ab. Er nutzt das breite farbliche und dynamische Spektrum des modernen Konzertflügels kontrolliert aus, verlässt dabei aber nie sicheres Terrain. Pianistische Urgewalten mögen vielleicht anders klingen, doch liegen die Qualitäten von Gómez‘ Lesart nicht zuletzt in der mehr als nur soliden und transparenten Wiedergabe des Ravel‘schen Klangkosmos. Als pianistische Visitenkarte, als die die Aufnahme solchen Repertoires auch immer gerne genutzt wird, ist sie zweifellos sehr gelungen.

Guido Krawinkel [20.08.2019]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Maurice Ravel
1Jeux d'eau 00:05:24
2Pavane pour une infante défunte 00:06:03
3Miroirs 00:27:51
8Gaspard de la nuit 00:22:14
9La valse (Poème choréographique) 00:11:00
CD/SACD 2
1Sonatine fis-Moll 00:11:37
4Prélude a-Moll 00:01:37
5Menuet sur le nom de Haydn 00:02:09
6Le Tombeau de Couperin (Suite) 00:26:02
12A la manière de... Chabrier 00:02:02
13A la manière de... Borodine 00:01:53
14Menuet antique for Piano 00:06:08
15Menuet en ut dièse (1904) 00:01:15
16Valses nobles et sentimentales 00:15:12

Interpreten der Einspielung

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