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CD-Besprechung

Antonín Dvořák • Akira Ifukube

Andrea Battistoni #1

MDG 650 2176-2

1 CD • 76min • 2017

02.09.2020

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Antonín Dvořák und Akira Ifukube? Zugegeben, auf den ersten Blick mutet diese Zusammenstellung ungewöhnlich an. Dvořák kennt man – aber wer ist Akira Ifukube? Dieser japanische Komponist dürfte wohl den Wenigsten ein Begriff sein. Hier ist seine Sinfonia Tapkaara zusammen mit Dvořáks Sinfonie Aus der neuen Welt zu hören. Die Frage, was tschechisch-amerikanische Sinfonik mit einem japanischen Komponisten zu tun hat, wird spätestens beim Hören und beim Blick ins – etwas holprig übersetzte – Booklet beantwortet. Da wird man über eine Reihe von Gemeinsamkeiten und Parallelen aufgeklärt, die offensichtlichste erkennt man jedoch einfach, wenn man die Ohren spitzt. Dann nämlich ist der slawische Tonfall von Ifukubes Werk nicht zu überhören. Kein Geringerer als der Geiger David Oistrach hat das im Übrigen auch schon festgestellt. In Verbindung mit manch japanisch angehauchtem Stilmerkmal ergibt sich hier eine Kombination, die auf jeden Fall spannende Hörerlebnisse verspricht.

Mit Sinn für den speziellen Tonfall der Musik

Das ist auch das Verdienst des Tokyo Philharmonic Orchestra, das hier von Andrea Battistoni geleitet wird. Battistoni ist seit 2016 Chef dieses Orchesters und als aufstrebender Pultstar ein gern gesehener Gast auf vielen Podien weltweit. „Sein“ Orchester hat er hier gut im Griff, führt es mit sicherer Hand durch die Partitur und vermag es, den speziellen Tonfall dieser Musik Takt für Takt herauszuarbeiten. Vor allem Dvořáks 9. Sinfonie lotet er im Hinblick auf die Extrempole dieser Musik schön aus, ohne dabei krampfhaft neue Geschwindigkeits- und Dynamikrekorde aufstellen zu wollen. Er lässt dem zuweilen recht volkstümlichen Gestus dieser Musik Raum zum Klingen, geht aber auch nicht zu zaghaft an seine Aufgabe ran. Das Orchester spielt zweifelsohne in der Top Liga. Ein satter Streicherklang, schöne Holzbläser und das gediegene Blech sind hervorzuheben, nur letzteres bedürfte gelegentlich eines geringfügigen Feinschliffs. Insgesamt aber ist der Eindruck vorzüglich.

Guido Krawinkel [02.09.2020]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Antonín Dvořák
1Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 00:42:38
Akira Ifukube
5Sinfonia Tapkaara 00:30:29
8Godzilla (Sinfonische Phantasie; Godzilla vs. Kingghidorah - No. 7) 00:02:34

Interpreten der Einspielung

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