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In Paris wurde Georg Philipp Telemann nicht als Musikhandwerker, sondern als intellektueller Musiker geachtet. Dort musizierte er während seines achtmonatigen Aufenthalts im Jahre 1737 mit den besten Instrumentalisten und komponierte mit übergroßem Erfindungsreichtum seine Quadri à violino, flauto traversiere, viola da gamba o violoncello und Nouveaux Quatuors TWV 43. Karl Grebe, der ehemalige künstlerische Leiter der Telemann-Gesellschaft und Verfasser einer Telemann-Monografie, konstatierte, dass diese „berühmten Quartette auch bei vielfach wiederholtem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zeigen oder bewirken“, und schreibt weiterhin: „In diesen Kompositionen steckt eine beneidenswerte Reserve von Lebenskraft, ein Überschuss, der durch eine glänzende Kompositionstechnik, durch untrügliches Formbewusstsein und durch ein bewundernswertes Gespür für die Sprache der Instrumente kontrolliert wird, unter denen sich das Violoncello endlich einmal selbstbewusst ausleben kann.“
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| ...? |
Wussten Sie, ...dass das 1860 mit Glinkas "Ein Leben für den Zaren" eingeweihte Mariinsky-Theater in St. Petersburg nach der Gemahlin des Zaren Alexander II. von Russland, der geborenen Prinzessin Marie von Hessen-Darmstadt, benannt wurde? |
| „...“ | Moderne Musik ist Instrumentenstimmen nach Noten. Igor Strawinsky |
Das geschah am 27. September
Komponisten * Geburtstage
- 1696 Sant'Alfonso dei Liguori (ital. Komponist)
- 1772 Antonio Casimir Cartellieri (dt. Komponist)
- 1879 Cyril Scott (engl. Komponist)
- 1898 Vincent Youmans (US-amer. Komponist und Broadway-Produzent)
- 1901 Ferry Wunsch (österr. Liederkomponist)
- 1909 Jean Berger (dt. Pianist und Komponist)
- 1927 Hank Levy (US-amer. Komponist und Saxophonist)
- 1936 Brunhilde Sonntag (dt. Komponistin)
- 1954 Dmitry Sitkovetsky (russ. Geiger)
- 1967 Isidora Žebeljan (serb. Komponistin)
Komponisten † Gedenktage
- 1614 Felice Anerio (ital. Komponist)
- 1649 Bellerofonte Castaldi (ital. Komponist, Lautenist und Dichter)
- 1800 Hyacinthe Jadin (frz. Komponist)
- 1921 Engelbert Humperdinck (dt. Komponist)
- 1933 Mario Pasquale Costa (ital. Komponist)
- 1956 Gerald Finzi (engl. Komponist)
Gerald Finzi ist einer der bekanntesten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 14. Juli 1901 in London geboren und verbrachte dort auch seine frühe Kindheit. Bereits mit sieben Jahren verlor er seinen Vater. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog seine Mutter mit ihm nach Harrogate in Yorkshire. Dort nahm er Unterricht bei dem Komponisten Ernest Farrar und ab 1917 bei Edward Bairstow am York Minster. 1922 veröffentlichte er sein erstes Werk By Footpath and Style für Bariton und Streichquartett auf Texte von Thomas Hardy. 1926 zog er wieder nach London und nahm Unterricht bei R. O. Morris. In dieser Zeit lernte er Vaughan Williams kennen, der 1928 sogar sein Violinkonzert dirigierte. Außerdem machte er auch die Bekanntschaft von Holst, Bliss, Rubbra und Ferguson. 1930 vermittelte ihm Vaughan Williams einen Lehrauftrag an der Royal Academy of Music.
→ - 1995 Sasha Argov (israel. Komponist)
- 2014 Gil Aldema (israel. Komponist)
- 2015 Peter Benary (dt.-schweizer Komponist)
Interpreten * Geburtstage
- 1880 Jacques Thibaud (frz. Geiger)
- 1937 Franz Grundheber (dt. Sänger, Bariton)
- 1954 Dmitry Sitkovetsky (russ. Geiger)
- 1972 Lhasa Sela (US-amer.-mexik. Sängerin)
- 1978 Mihaela Ursuleasa (rumän. Pianistin)
Interpreten † Gedenktage
- 1921 Engelbert Humperdinck (dt. Komponist)
- 2025 Franz Grundheber (dt. Sänger, Bariton)
Uraufführungen im September
| 01.09.1789 | Giovanni Paisiello La modista raggiratrice ossia La scuffiara Turin, Teatro Carignano |
| 03.09.1765 | Niccolò Vito Piccinni La buona figliola ossia La Cecchina Turin, Teatro Carignano |
| 05.09.1857 | Franz Liszt Eine Faust-Sinfonie in drei Charakterstücken Weimar |
| 05.09.1980 | Philip Glass Satyagraha Rotterdam |
| 06.09.1791 | Wolfgang Amadeus Mozart La Clemenza di Tito KV 621 Prag |
| 08.09.1929 | Eduard Künneke Tänzerische Suite op. 26 für Jazzband und großes Orchester (Concerto grosso in fünf Sätzen) |
| 08.09.2017 | Sebastian Fagerlund Höstsonaten (Oper in zwei Akten nach einem Fernsehspiel von Ingmar Bergmann) Finnische Nationaloper |
| 09.09.1922 | Leo Fall Madame Pompadour (Operette in drei Akten) Berlin |
| 11.09.2009 | Georg Katzer An Louise (Maschinentanz) |
| 13.09.1755 | Baldasare Galuppi Il filosofo di campagna Turin, Teatro Carignano |
| 14.09.1754 | Gioacchino Cocchi Il pazzo glorioso Turin, Teatro Carignano |
| 14.09.1954 | Benjamin Britten The Turn of the Screw op. 54 (Kammeroper in 2 Akten) Venedig |
| 16.09.1765 | Johann Friedrich Agricola Achille in Sciro Königliche Hofoper Berlin |
| 17.09.2010 | Robert H.P. Platz Blau, See I |
| 21.09.1917 | Emmerich Kálmán Die Faschingsfee (Operette in drei Akten) Johann-Strauß-Theater Wien |
| 22.09.1964 | Jerry Bock Anatevka Imperial Theater am Broadway |
| 24.09.1921 | Leo Fall Die Straßensängerin (Operette in drei Akten) Berlin, Metropoltheater |
| 25.09.1756 | Giuseppe Scolari La cascina Turin, Teatro Carignano |
| 25.09.1984 | Aribert Reimann Die Gespenstersonate Berlin |
| 26.09.1835 | Gaetano Donizetti Lucia di Lammermoor Neapel |
| 27.09.1725 | Georg Philipp Telemann Pimpinone oder Die ungleiche Heirat (Komische Intermezzi) Hamburg |
| 28.09.1897 | Gustave Kerker The Belle of New York (Musical Comedy in Two Acts) Casino Theater, New York |
| 29.09.2000 | Kurt Schwertsik Violinkonzert Nr. 2 op. 81 (Albayzin & Sacromonte) Festival Klangspuren in Schwaz/Tirol |
| 30.09.1791 | Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte KV 620 Wien |
| 30.09.1935 | Georges Gershwin Porgy and Bess New York |
| 30.09.1972 | Charles Wuorinen Grand Bamboula für Streichorchester (1971) Iowa |
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In Paris wurde Georg Philipp Telemann nicht als Musikhandwerker, sondern als intellektueller Musiker geachtet. Dort musizierte er während seines achtmonatigen Aufenthalts im Jahre 1737 mit den besten Instrumentalisten und komponierte mit übergroßem Erfindungsreichtum seine Quadri à violino, flauto traversiere, viola da gamba o violoncello und Nouveaux Quatuors TWV 43. Karl Grebe, der ehemalige künstlerische Leiter der Telemann-Gesellschaft und Verfasser einer Telemann-Monografie, konstatierte, dass diese „berühmten Quartette auch bei vielfach wiederholtem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zeigen oder bewirken“, und schreibt weiterhin: „In diesen Kompositionen steckt eine beneidenswerte Reserve von Lebenskraft, ein Überschuss, der durch eine glänzende Kompositionstechnik, durch untrügliches Formbewusstsein und durch ein bewundernswertes Gespür für die Sprache der Instrumente kontrolliert wird, unter denen sich das Violoncello endlich einmal selbstbewusst ausleben kann.“
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