Unmittelbarer Dialog
Martin Klett wird neuer Professor für Klavier mit Schwerpunkt Klavier-Kammermusik an der Weimarer Musikhochschule

Das Institut für Klavier erhält kompetenten Zuwachs: Martin Klett wird zum 1. April 2025 neuer Professor für Klavier mit Schwerpunkt Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Am Donnerstag, 27. März, erhielt er seine Ernennungsurkunde aus den Händen von Hochschulpräsidentin Prof. Anne-Kathrin Lindig.
„Die kammermusikalische Ausbildung, das vernetzte Arbeiten und das musikalische Miteinander sind an unserer Hochschule von zentraler Bedeutung“, betont der Direktor des Instituts für Klavier, Prof. Michail Lifits. „Umso mehr freuen wir uns, mit Martin Klett einen erfahrenen, höchst engagierten Musiker und einen inspirierenden Künstler für diese wichtige Aufgabe gewonnen zu haben. Mit seiner hinreißenden Art zu unterrichten wird er unsere Studierenden begeistern und inspirieren. Und wir freuen uns auf viele spannende Projekte und musikalische Erlebnisse.“
„Ich freue mich auf die wunderbare Aufgabe, die Studierenden der HfM Weimar in der schönsten Disziplin der klassischen Musik zu betreuen – in der Kammermusik!“, sagt der designierte Professor Martin Klett. „Denn wenig bringt uns dem wahrhaftigen Zuhören näher als dieser unmittelbare Dialog zwischen den Musizierenden. Meine eigene Neugier, den Facettenreichtum der Kammermusik und ihr Potential für die heutige Kulturlandschaft mit großer Offenheit zu erkunden, möchte ich in meine Arbeit mit den Studierenden und dem Kollegium einbringen.“
Prof. Martin Klett
Martin Klett hat sich als außerordentlich vielseitiger und wandlungsfähiger Pianist einen Namen gemacht. So kann man ihn als klassischen Kammermusiker erleben, als Mitglied des Cuarteto SolTango, als Solist mit Repertoire von Bach bis Crumb, als Cembalist mit historisch informierten Ensembles oder in Rezitalen, die zwischen Klassik, Tango und Jazz changieren. Diese stilistische Flexibilität bildet sich auch in seiner Diskographie ab: Seit Beginn seiner Karriere hat er auf 14 Alben mitgewirkt, darunter Kammermusikeinspielungen mit dem Armida Quartett, Sebastian Manz, Mark Schumann und Charles-Antoine Dufot sowie mehrere Einspielungen mit dem Cuarteto SolTango.
Auf bisher drei Soloalben präsentiert Martin Klett unterschiedlichste musikalische Schwerpunkte. Das Herzstück seiner Diskographie ist das Album „Lamento“, auf dem er Concerti von Bach für Klavier und Streicher verschiedenen Tangos von Pugliese und Salgán gegenüberstellt. Aktuell konzentriert er sich zunehmend auf das Cembalospiel und hat in diesem Rahmen mit Künstlern wie Maurice Steger, Jonian Ilias Kadesha, Arabella Steinbacher und Magali Mosnier sowie den Chaarts Chamber Artists und der Kammerakademie Potsdam zusammengearbeitet.
Weitere Highlights der aktuellen Konzertsaisons sind seine Debüts beim Beethovenfest Bonn, im Konzerthaus Wien, im Concertgebouw Amsterdam und dem Bath Mozartfest. 2008 gründete Martin Klett das Cuarteto SolTango, mit dem er sich auf den traditionellen Tango Argentino der Zeit vor Astor Piazzolla konzentriert. Hier trifft seine Leidenschaft für den Tango auf sein Können als Arrangeur und ein international besetztes Ensemble, das es sich zur Aufgabe macht, den Tango der Goldenen Ära mit kammermusikalischem Esprit darzubieten.
Seine Ausbildung erhielt Martin Klett bei seinem langjährigen Mentor Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck und erhielt weitere prägende Impulse von Leon Fleisher, Elisabeth Leonskaja und Pascal Devoyon, als Cembalist von Christine Schornsheim, Richard Egarr und Avinoam Shalev sowie als Kammermusiker von Stephen Isserlis, Gerhard Schulz und vielen weiteren bedeutenden Musikerpersönlichkeiten. Seine bisherige Lehrtätigkeit führte ihn an die Musikhochschulen Leipzig, Detmold, Karlsruhe und Hannover sowie zu Meisterkursen in Rumänien und Indonesien.