Am 1. September 2019 feiert der amerikanische Dirigent Leonard Slatkin seinen 75. Geburtstag. Geboren in Los Angeles als Sohn des Dirigenten und Primarius des Hollywood String Quartet und der Cellistin Eleanor Aller, erhielt er im frühen Kindesalter Klavier- und Geigenunterricht. Prägend waren im Elternhaus zudem die berühmten Musiker und Komponisten, die dort ein und aus gingen. Zunächst erhielt Slatkin seine erste Ausbildung als Dirigent bei seinem Vater, anschließend wurde er Assistent von Walter Süsskind, dem Leiter des Aspen Festivals. An der Juilliard School of Music setzte er seine Studien bis 1968 bei Jean Morel (Orchesterleitung) und Mario Castelnuovo-Tedesco (Komposition) fort. 1971 wird er Dirigent beim St. Louis Symphony Orchestra, ab 1979 Chefdirigent des Orchesters und springt 1974 Jahr für den erkrankten Ricardo Muti beim New York Philharmonic Orchestra ein - der Start in die internationale Karriere. Nach 22 Jahren wechselt er als Nachfolger von Mstislaw Rostropowitsch zum National Symphony Orchestra nach Washington, dessen Chefdirigent er 12 Jahre lang war. Tourneen und Gastdirigate führten Slatkin zu allen großen Orchestern in den USA, Europa und Asien, sein breites Repertoire ist auf über 100 Tonträgern dokumentiert. Nach 10 Jahren als Chefdirigent des Detroit Symphony Orchestra ist er seit der Saison 2017-18 erstmals ohne eine feste Bindung an ein Orchester. Für sein musikalisches Wirken in mehr als fünf Jahrzehnten wurde Slatkin 2003 mit der National Medal of Arts, der höchsten kulturellen amerikanischen Auszeichnung, geehrt und erhielt die Ehrendoktorwürde zahlreicher Universitäten. Die französische Republik ernannte ihm zum Chevalier der Ehrenlegion, er ist Ehrendirigent des St. Louis Symphony Orchestra und des Detroit Symphony Orchestra und wird in der Saison 2019/20 anlässlich seines 75. Geburtstags Konzert mit den Orchestern geben, mit denen ihn eine lange, künsterlische Partnerschaft verbindet.
»Leonard Slatkin: Biographie und Einspielungen«
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